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Charles Arthur vom britischen Guardian hat in einem Blog-Posting versucht, das Zustandekommen zu rekonstruieren und kommt zu dem Ergebnis, dass vermutlich alle Berichte durch ein Posting des Business Insiders initiiert wurden. In diesem Bericht wurde wiederum die Deutsche Bank als Quelle zitiert: "Laut einer Schätzung der Deutschen Bank hat Motorola bisher nur 100.000 Xooms verkauft. Die Deutsche Bank basiert ihre Schätzung auf Informationen von der Android Developer Website wo man sehen kann, wie viele Menschen Honeycomb benutzen".

Arthur vermutet nun, dass ein unbekannter Analyst der Bank über ein Posting von Apple-Blogger John Gruber gestolpert ist, der in seinem populären "Daring Fireball" auf die Statistik der Android-Entwickler zum Thema "Zugriffe auf Android Market nach Betriebssystem" verwies und meinte "Nur 0,2% sind auf (Android) 3.0. Ich glaube nicht, dass sich das Motorola Xoom sehr gut verkauft".

Der Guardian-Autor vermutet nun weiter, dass der unbekannte Analyst der Deutschen Bank sich an den letzten Comscore-Daten orientierte und seine Schätzung von 100.000 Geräten formulierte ("er beschloss", dass 0,2% der Zahl 100.000 entspricht). Die Schätzung, meint Arthur, ist angesichts mehrerer Fehlerquellen aber etwas spekulativ.

Ein Fehler der Annahme besteht beispielsweise darin, dass der Analyst davon ausgeht, dass alle Android-Telefone in den USA ansässig sind. Tatsächlich greifen aber Android-Nutzer weltweit auf den Android Market zu, wenn sie eine Anwendung suchen. Das Xoom aber wird bisher nur in den USA zum Verkauf angeboten und das auch nur in der Mobilfunk-Version. Erst seit dem 27. März wird auch eine WiFi-Version angeboten, doch die 14 Tage umfassende Nutzerstatistik der Entwickler-Website erfasst nur die Zugriffe bis zum 1. April.

Nichtsdestotrotz hat Arthur ein "ganz gutes Gefühl" bei der geschätzten Zahl von 100.000 Geräten. Es könnten vielleicht auch mehr sein, denn es ist erwartbar, dass Nutzer früherer OS-Versionen häufiger den Marktplatz besuchen, weil sie dort ganz einfach mehr Anwendungen finden können. Benutzer von Honeycomb (Android 3.0) haben dagegen nur eine Auswahl, weil es noch nicht viele Anwendungen für das neue System gibt.

Doch viel entscheidender ist die Frage, ob denn 100.000 Geräte wirklich schon als Todesurteil für das Android-Tablet anzusehen sind. Denn weil "Xoom" sich hervorrragend auf "Doom" reimt, haben viele Schlagzeilen das Wortspiel gleich zur gültigen Aussage erhoben. Arthur jedenfalls hält es für "absurd voreilig", das Xoom jetzt schon abzuschreiben. Nicht nur, weil es möglich ist, dass die neue WiFi-Version sich viel besser verkaufen lässt. Immerhin ist die WiFi-Version (Preisempfehlung 600 Dollar) deutlich günstiger als die 3G-Version (Preisempfehlung 800 Dollar). Auch der bevorstehende Verkaufsstart in Europa könnte die Verkaufszahlen deutlich nach oben treiben.

Zusammengefasst aber bedeutet die vage Schätzung der Verkaufszahlen vor allem Eines: Das Tablet wird offenbar gekauft und bleibt nicht in den Regalen liegen - was nicht jedes neue Gerät von sich sagen kann. Von daher sollten sich die Medien in Geduld fassen und den von ihnen geschaffenen iPad Killer nicht gleich zum Ladenhüter erklären. Beide Darstellungen, der iPad Killer sowie der Ladenhüter Xoom, sind aus Sensationsgier entstanden. Den Tatsachen entspricht beides nicht.

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