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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Angeregt durch den Bericht des Wirtschaftsblatts hat das Sicherheitsunternehmen Veracode den Code des Musikdienstes Pandora unter die Lupe genommen. Mit keinem erfreulichen Ergebnis. Im Code der kostenlosen Android-App von Pandora fand man die Programmbibliotheken von fünf Werbeunternehmen beziehungsweise Datensammlern (AdMarvel, AdMob, comScore (SecureStudies). Damit werden an diese Unternehmen eine ganze Reihe von Informationen übertragen, wie beispielsweise der mit GPS bestimmte Standort, Name und Version der Anwendung, Geburtag des Benutzers, Geschlecht und Postleitzahl.

Daten, die vielleicht für sich genommen noch keine persönliche Identifizierung möglich machen. Wohl aber in Verbindung mit weiteren von den Firmen gesammelten Informationen. Veracode jedenfalls geht davon aus, dass die Werbeunternehmen Daten in "großen Mengen" erhalten.

Gleichzeitig vermutet das Sicherheitsunternehmen, dass den Entwicklern der Anwendungen möglicherweise gar nicht bewusst ist, dass sie dazu beitragen, den Datenschutz der Anwender zu verletzen. Man hat bei Veracode offenbar den Eindruck, dass hier eine Kultur des als legal empfundenen Datensammelns entstanden ist, die mit der kostenlosen Abgabe von Anwendungen rechtfertigt wird. Die Verantwortlichen halten die Daten für eine legitime Währung, mit der sie sich für ihre kostenfreien Anwendungen bezahlen lassen. Ein Eindruck, der sich auch bei anderen Online-Angeboten aufdrängt, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Wobei europäische Datenschützer oftmals vergeblich gegen diesen aus den USA herüberschwappenden Missbrauch protestieren. Doch die Sanktionsmöglichkeiten der Datenschützer sind gering und das politische Interesse an einer transatlantischen Auseinandersetzung ebenfalls. Was im Laufe der Jahre zu einer beträchtlichen Schieflage geführt hat. Die von Pandora bestätigte Untersuchung einer Grand Jury verstärkt allerdings neben einigen anderen Beobachtungen der jüngsten Vergangenheit den Eindruck, dass man auch in den USA allmählich auf das Problem aufmerksam wird. Das wäre immerhin ein Anfang.

Links:

Veracode Posting



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