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Die Behauptung, der Kursrutsch sei durch die enttäuschten Erwartungen hinsichtlich der Einnahmen zu erklären, kann jedenfalls nicht zutreffen. Ein Einnahmensplus von 29% auf 6,5 Milliarden Dollar (ohne Adsense) und ein Plus von 18% beim Gewinn (2,3 Milliarden Dollar) sind wahrlich kein Grund, sich zu verstecken. Im letzten Jahr wuchs laut IAB der gesamte Online-Werbemarkt in den USA um 15%. Und das wohlgemerkt in einem Jahr, das von der Erholung nach einer schweren Wirtschaftskrise gezeichnet war.

Die Analysten hatten übrigens bei den Einnahmen durchschnittlich mit 6,3 Milliarden Dollar gerechnet und können kaum enttäuscht sein, dass Googles Einnahmen höher ausfielen.

Aber mehr als 1.900 Neueinstellungen im ersten Quartal sowie die nicht ausdrücklich erwähnten Zusatzaufwendungen, mit denen die Abwerbung von Mitarbeitern durch die Konkurrenz verhindert werden soll, machen sich auf der Kostenseite bemerkbar. Die Betriebskosten stiegen im 1. Quartal um fette 54% und sie werden noch weiter steigen, denn das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit insgesamt 6.000 neuen Googlern.

Da fürchten die Börsianer, dass die Kostenkontrolle des bisherigen CEO Eric Schmidt auf der Strecke bleiben könnte. Hinzu kommen Bedenken wegen diverser Kartellverfahren. In Europa und in Texas werden Beschwerden gegen Google geprüft und es wird gleichzeitig gemunkelt, dass die US-Handelsaufsicht eine breit angelegte Kartelluntersuchung planen könnte. Doch das sind Belastungen, denen sich jedes große Unternehmen ausgesetzt sieht. Bislang besteht in dieser Hinsicht kein Grund für allzu große Sorgen.

Bleibt der Unsicherheitsfaktor des neuen CEO Larry Page. Der zeigt sich zwar souverän und auf langfristige Ergebnisse ausgerichtet. Er meint beispielsweise zu Bloomberg:  "Ich habe keine Angst vor Ausgaben. (...) Ich weiß, dass dies meinen Aktienwert beeinflussen wird. Aber ich bin mehr ein Produkt-Typ und ein Technologe und ich kümmere mich mehr darum, neue Technologien zu entwickeln und sie nach draußen zu bringen. Und wenn das heißt, kurzzeitig Rückschläge einzustecken, dann soll es so sein".

Für nicht investierte Beobachter klingt das fast schon nach einer Rückkehr Googles zu früheren Idealen. Börsianer dagegen könnten in ihrem Bauch ein leises Verkaufssignal wahrgenommen haben.

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