Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
20. April 2011
Das Pentagon will den Umzug nach Kansas jedoch nicht als Eingeständnis einer Fehlbehandlung oder als Kritik an dem Lager Quantico verstanden wissen. Nach der bis jetzt schon sehr langen Phase der "Pretrial Confinement" (Untersuchungshaft) habe man sich entschlossen, ihn in das neue Lager umzusiedeln, auch weil er dort beste Möglichkeiten zur psychologischen Behandlung findet. Doch der eigentliche Anlass für seinen Umzug besteht im Abschluss einer psychiatrischen Untersuchung am 8. April, bei der seine Verhandlungsfähigkeit überprüft werden sollte.
Im Rahmen des Umzugs wird jetzt in Aussicht gestellt, dass Manning bald auch mit anderen Häftlingen in Kontakt kommen darf. Außerdem soll er mehr Zeit innerhalb und außerhalb der Zelle für Aktivitäten erhalten, die der Erholung dienen.
Mannings soll sich vor Gericht verantworten, weil er Wikileaks in großem Umfang unter Verschluss gehaltene Dokumente des US-Militärs überlassen hat. In den letzten Wochen hatte sich die Kritik an den Haftbedingungen nochmals verstärkt, nachdem Amnesty Internation, ein Spezialberichterstatter der Vereinten Nationen sowie ein britischer Abgeordneter Bedenken wegen der Haftbedingungen Mannings geäußert hatten.
Das Gefangenenlager Quantico ist üblicherweise nur für Gefangene in Untersuchungshaft gedacht, die dort üblicherweise für maximal zwei Monate einsitzen. Die Verteidigung Mannings geht davon aus, dass die Haft in Quantico in erster Linie dazu dient, die Gefangenen zu "brechen". Wie lange es nun noch bis zur Verhandlung dauern wird, lässt das Pentagon offen. Der Chef-Justitiar meint dazu, dass es noch "einige Zeit" dauern wird.
Links:
| < Neuere | Ältere > |
|---|




