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03. Mai 2011
Die australische Ausgabe des Mercury berichtet über die Verurteilung einer 33 Jahre alten Frau zu sechs Monaten Haft und drei Jahren Bewährung, weil sie vier Monate lang die SIM-Karte eines Unternehmens benutzte und dabei Kosten in Höhe von über 193.000 australischen Dollar (ca. 142.000 Euro) entstanden sind.
Die Richterin verurteilte die behinderte Frührentnerin zu einer Haftstrafe, weil die Schwere der Tat nach Meinung der Juristin ein abschreckendes Urteil notwendig macht. Hinzu kommt, dass die Frau die Tat erst vollständig leugnete und dann einen "Mr. Freeman" erfand, der ihr eine SIM-Karte und sie dann darum bat, mit dieser Karte Videos aus dem Internet zu laden und sie auf CD zu brennen.
Doch es würde sich wohl lohnen, auch die weiteren Umstände der Tat in Rechnung zu ziehen. So hat die Frau die SIM-Karte nach Erkenntnissen der Ermittler aus einem Zähler des Stromanbieters Aurora gestohlen. Aufgabe der SIM-Karte war es dort, dem Unternehmen den Stromverbrauch mitzuteilen. Aurora wurde aber erst auf den vier Monate dauernden Missbrauch aufmerksam, als das Unternehmen im Februar 2010 die gesalzene Rechnung des Mobilfunkunternehmens Telstra erhielt.
Dass während der ganzen Zeit zwischen November 2009 und Februar 2010 keine Daten des Zählers übertragen wurden, scheint niemandem aufgefallen zu sein. Vor allem aber scheint der Richterin entgangen zu sein, dass der angeblich entstandene Schaden zu einem Durchschnittswert von über 1.500 Dollar täglich führt.
Traffic-Kosten in dieser Größenordnung sollten allerdings nur möglich sein, wenn der Tarif des Mobilfunkanbieters entsprechende hohe Volumenkosten vorsieht. Da die SIM-Karte für ihren eigentlichen Zweck nur geringe Datenmengen übertragen muss, ist es wahrscheinlich, dass der Vertrag des Stromanbieters mit dem Mobilfunkunternehmen auch nur den Transfer geringer Datenmengen beinhaltete. Die Kosten für den zusätzlichen Traffic dürften daher entsprechend hoch sein.
Für die Frau ist diese Konstellation aber denkbar ungünstig: Eine SIM-Karte im Stromzähler, die ungeschützt und leicht erreichbar ist, deren Nutzung aber Kosten in exorbitanter Höhe erzeugt, bildet die geeignete Grundlage für einen finalen Knick im Lebenslauf. Denn nach Absitzen der Haft muss die Rentnerin immer noch 193.000 Dollar zurückzahlen. Es gibt Diebstähle, die sich wirklich nicht lohnen.
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