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Diese Angabe beinhaltet allerdings auch schon die Schuldenlast des Telefonie-Unternehmens in Höhe von 686 Millionen Dollar. Diese Schulden waren im vergangenen Jahr dafür verantwortlich, dass Skype trotz eines operativen Gewinns von 264 Millionen Dollar im Jahresabschluss noch 7 Millionen Dollar Verlust machte. Auch im Fall einer Übernahme durch Microsoft wird Skype nicht in dem Ausmaß Gewinne einfahren, wie es die verwöhnte Börse gerne sehen würde.

Doch das Wall Street Journal sieht Potential für Synergien, die ein Skype-Deal für Microsoft mit sich bringen könnte. Erwähnt wird beispielsweise eine Zusammenführung mit Microsoft Lync, dem früheren Microsoft Office Communicator, einem Kommunikationsinstrument des Microsoft Office Paketes. Das aber klingt nach einer proprietären Lösung für Office-Kunden mit nur sehr eingeschränktem Potential.

Eine andere Möglichkeit wäre es, den für Microsoft bisher sehr holprigen Einstieg in die Welt der mobilen Kommunikation mit Skype zu erleichtern. Auch in diesem Zusammenhang ist jedoch Vorsicht angebracht, denn alle Vorstöße Microsofts auf diesem Gebiet setzen ein gutes Verhältnis zu den Mobilfunkanbietern voraus. Weil diese aber in Skype eine Bedrohung ihrer Einnahmen sehen, wäre beispielsweise eine Bündelung von Skype mit Windows eher eine Belastung des Verhältnisses.

Weitere Ansatzpunkte für eine Kooperation sind dagegen weniger leicht zu sehen. Es sei denn, dass Skype Teil des bisher wenig erfolgreichen Internet-Engagements bei Microsoft wird. Damit ließen sich beispielsweise die bereits bestehenden Bande zu Facebook stärken, denn Skype und Microsoft stehen mit Facebook bereits in guten Verbindungen. Und da für Microsoft in diesem Jahr in den USA die strenge Überwachung durch die Wettbewerbshüter in Folge des im Jahr 2002 vereinbarten Schlichtungsvertrags endet, hätte das Unternehmen auch größere Freiheiten, wenn es um die Bündelung von Skype mit beispielsweise dem Internet Explorer oder anderen Microsoft-Produkten ginge.

Solche Optionen könnten die Übernahme von Skype durchaus interessant machen. Allerdings bleiben Bedenken, weil Microsoft bisher bei Übernahmen nicht unbedingt das beste Händchen hatte. Die Skype-Übernahme wäre der bisher größte Deal dieser Art in der Microsoft-Geschichte. Bei der Übernahme des Werbeunternehmens aQuantive zahlte Microsoft 6 Milliarden Dollar, wobei das Wall Street Journal vorsichtig davon spricht, dass viele Microsoft-Verantwortliche aus heutiger Sicht von einem deutlich zu hohen Preis ausgehen.

8,5 Milliarden Dollar für Skype sind ebenfalls ein hoher Preis und wesentlich mehr als die 3 bis 4 Milliarden Dollar, von denen in der vergangenen Woche noch im Zusammenhang mit einer Übernahme durch Facebook oder Google gemuinkelt wurde. Allerdings war Microsoft vor garnicht allzu langer Zeit noch bereit, über 40 Milliarden Dollar in einen Deal mit Yahoo zu stecken. Das hätte sogar Microsofts Finanzreserven ausgereizt und wäre ein extrem hoher Preis für ein Unternehmen gewesen, das sich erkennbar auf Talfahrt befindet.

Aber die damals geführten Verhandlungen machten immerhin klar, mit welcher Verzweiflung die heutige Microsoft-Führungsmannschaft nach Auswegen aus der Sackgasse sucht, in der sich das Unternehmen befindet. Denn heute mögen die von Microsoft vorgelegten Daten die Börse noch zufriedenstellen. Aber das Ende der PC-Ära wird immer deutlicher erkennbar und der kleine Konkurrent Apple, den Microsoft noch vor wenigen Jahren vor dem sicheren Aus retten musste, hat inzwischen einen deutlich höheren Marktwert und höhere Einnahmen als Microsoft.

Überhaupt sind Firmen wie Apple und in etwas geringerem Maße auch Google das eigentliche Problem, mit dem Microsoft zu kämpfen hat. Deren Erfolg und deren technische Innovationsfähigkeit machen klar erkennbar, wie unbeweglich Microsoft geworden ist. Ob Skype in dieser Situation der Jungbrunnen ist, nach dem Microsoft sucht, bleibt abzuwarten.

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