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Sollte etwa eine Unternehmensübernahme geplant sein, die die derzeitigen Möglichkeiten Googles übersteigt? Die Summe von insgesamt 40 Milliarden Dollar lässt einige sogar schon feuchte Träume hinsichtlich eines großen Einstiegs der Suchmaschine bei Facebook entwickeln.

Doch die Realität ist vermutlich viel banaler. Google ist in Steuerfragen ebenso kreativ wie in der Welt der Algorithmen und es ist bekannt, dass das Unternehmen seine Gelder auf Umwegen auf Konten beispielsweise auf den Bermudas verschiebt. So muss Google zwar so gut wie keine Steuern für diese Gelder zahlen. Doch der Nachteil ist, dass diese Gelder in den USA nicht zur Verfügung stehen. Bei der Repatriierung hält vielmehr die amerikanische Steuerbehörde ganz unbescheiden die Hand auf und verlangt eine "statutorische" Unternehmenssteuer in Höhe von 35%.

Aus diesem Grund bleiben viele Gelder großer US-Unternehmen dauerhaft im Ausland und es wird seit Jahren immer wieder gefordert, einen gesetzlichen Steuerurlaub ("Repatriation Tax Holiday") zu verordnen, um vielleicht bis zu 1.000 Milliarden Dollar wieder in die USA zu locken. Bei einer ähnlichen Maßnahme unter Präsident George W. Bush wurden im Jahr 2004 immerhin 300 Millionen Dollar repatriiert. Wobei Gegner verständlicherweise argumentieren, dass wiederholte Ausnahmeregelungen den Exit der Gelder noch wahrscheinlicher machen.

Im Fall Googles erklärt diese Steuerpraxis jedenfalls, wieso das Unternehmen lieber Unternehmensanleihen zu Zinsen zwischen 1,25% (3 Jahre Laufzeit) und 3,625% (10 Jahre Laufzeit) auf den Markt bringt, als auf eigene Mittel zurückzugreifen. Mit knapp 3 Milliarden Dollar lässt sich allerdings kein Facebook-Einstieg machen. Erst recht nicht, da Google gerade erst 500 Millionen Dollar an Rücklagen auf die Seite legen musste, um einer drohenden Strafzahlung an das Justizministerium begegnen zu können.

Mit den verbleibenden 2,5 Milliarden Dollar lässt sich nun zwar auch noch Einiges anstellen, aber an einen Facebook-Einstieg ist in dieser Größenordnung nicht zu rechnen.

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