LedergürtelMaßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL

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Zur Erinnerung: Im Jahr 2009, als der Google Books zugrunde liegende Schlichtungsvertrag mit den Buchautoren noch realistische Chancen hatte, forderte die damalige EU-Kommissarin Viviane Reding eine Anpassung des Urheberrechts auf europäischer Ebene. Augenscheinlich war die Kommission davon beeindruckt, mit welcher Geschwindigkeit die Suchmaschine die Bestände auch europäischer Bibliotheken digitalisierte und dabei nonchalant auch eine Lösung für vergriffene und verwaiste Werke anstrebte.

Bei Google Books klang alles einfach: Die Bücher werden digitalisiert, die Daten bei Google indexiert und für die Suche zugänglich gemacht. Das alles sollte aber nicht für Gotteslohn geschehen, Google sollte die Bücherbestände auch vermarkten dürfen.

Doch der Plan scheiterte. Obwohl sich Google einvernehmlichst mit den früheren Klägern auf eine für beide Seiten profitable Schlichtung geeinigt hatte, ließ das Gericht den Vertrag platzen. Dem Richter hatte missfallen, was den früheren Klägern offenbar schnurz war: Google hätte nach diesem Vertrag ein Monopol über die Daten der verwaisten Werke beansprucht.

Nach diesem verkorksten Anlauf scheint man nun in Brüssel die Konfrontation mit den kommerziellen Seiten des Projekts erst einmal vermeiden zu wollen. In dem jetzt vorgelegten Entwurf geht es einzig um die nicht-kommerzielle Verwendung der digitalisierten verwaisten Werke. Die Digitalisierung soll dadurch erleichtert werden, dass im Land der ersten Veröffentlichung eine umfassende Suche nach dem bislang verschollenen Autor durchgeführt wird. Nachdem diese Recherche ergebnislos verlaufen ist, wird das Werk digitalisiert und gilt in ganz Europa als verwaist.

Womit auch die weitere Nutzung dieses Werks europaweit legalisiert ist: Es darf in Bibliotheken verliehen werden, steht den Wissenschaftlern zur Verfügung und kann den europäischen Bürgern (online) zugänglich gemacht werden. Was der Entwurf der Kommission aber nicht vorsieht, ist beispielsweise ein Verkauf des verwaisten Werkes im Rahmen eines Print-on-Demand.

Doch an diesem Punkt ist wie gesagt auch schon Google gescheitert. Und es ist absehbar, dass die Verlage in den europäischen Mitgliedsstaaten ebenfalls kein Interesse an einer gesamteuropäischen Verwaisunghilfe haben. Schon gar nicht, wenn damit an den Verlagen vorbei ein Markt geschaffen wird, auf dem diese Werke erhältlich sind.

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