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07. Juni 2011
Die einzigen, die angeblich von den Neuerungen wirklich überrascht waren, sollen die Mobilfunkunternehmen weltweit gewesen sein. Sie wussten angeblich nichts von dem neuen iMessage-Dienst, der ihnen das lukrative SMS-Geschäft kaputt machen könnte. Doch an dieser Befürchtung sind ohnehin Zweifel angebracht.
IMessage war jedenfalls eine der gestern vorgestellten Neuerungen, auf die sich die Presseberichte konzentrierten. Das ist verständlich, denn mit iMessage können Texte, Bilder, Videos, Ortsangaben, Kontaktdaten und alle möglichen anderen Daten an andere iOS-Geräte verschickt werden. Das schränkt den Kreis der Empfänger allerdings ein, auch wenn 200 Millionen Benutzer von iOS das System benutzen können. SMS und MMS werden für die iOS-Benutzer zwar in Zukunft eine geringere Rolle als bisher spielen, doch sie werden durch iMessage keineswegs zu ersetzen sein.
Ob die Carrier weltweit von dieser Neuerung überrascht wurden, ist eine andere Frage. Warum sollte Apple überhaupt dazu verpflichtet sein, die Carrier in diese Pläne einzuweihen? Trotzdem ist es denkbar, dass Apple gewissermaßen als "Ausgleich" für diese Neuerung eine tiefe Integration von Twitter in das iOS vorgenommen hat. Die durch diese Integration verursachten SMS-Tweets werden die iMessage-Verluste der Carrier vermutlich kompensieren.
Als wichtigste Neuerung wurde ansonsten von manchen Kommentatoren nicht iMessage, sondern iCloud bezeichnet, obwohl im Vorfeld schon so viel über den Dienst spekuliert worden war. Was gestern vorgestellt wurde, blieb allerdings hinter vielen dieser Spekulationen zurück. Das betrifft etwa den Speicherplatz von 5GB, der dem Benutzer in der iCloud zur Verfügung steht. Dieser Speicher muss dann auch ausreichen, um die gesamten Daten des Benutzers incl. Musik zu speichern.
Ein neuer Aspekt ist es dabei, dass iCloud in gewissem Sinne das iTunes-Konzept ersetzt, und dass nun die mobilen Apple-Geräte auch ohne PC beziehungsweise Mac verwaltet werden können. Erwartbar war dagegen, dass die in der Vergangenheit bei iTunes gekauften Musikstücke problemlos mit iCloud synchronisiert werden, dass aber die sonstigen MP3-Dateien ein aufwändigeres Verfahren notwendig machen. Wer CDs gerippt, oder ThePirateBay.org konsultiert hat und diese Musik in iCloud speichern will, muss zusätzlich 25 Dollar Jahresgebühr für iTunes Match ("scan and match") zahlen.
Gerüchteweise wird behauptet, dass Apple auch in diesem Fall 30% für sich beansprucht und den Rest den Rechteinhabern überlässt. Womit die Musikindustrie dann doch noch für die Raubkopien der Musikpiraten bezahlt würde. Das könnte vielleicht mit erklären, warum die vier großen Labels sich auf die Cloud-Kooperation mit Apple einließen, während sie Amazon und Google abblitzen ließen.
Doch fast interessanter als das ist die Reaktion der Börse auf die vielfältigen Ankündigungen von Apple. Man hätte eigentlich annehmen müssen, dass die Bestätigung etwa des Deals mit den großen Labels auch zu einer positiven Entwicklung an der Börse führt. Doch stattdessen fiel der Kurs der Apple-Papiere nach dem Beginn der Konferenz um fast 1,6%. Leider lassen diese Zahlen alleine aber nicht erkennen, welche Erwartungen Apple gestern nicht erfüllt hat.
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