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17. Juni 2011
Was Symantec in seinem ersten Posting zu berichten wusste, war nichts anderes als die Idee, dass kriminelle Botnet-Betreiber ihre PC-Schafherden dazu benutzen könnten, selbst "Bitcoin Mining" zu betreiben: Tausende von Rechnern könnten auf Kosten ihrer Besitzer dazu eingesetzt werden, selbst Bitcoin-Währungseinheiten zu produzieren. Um dieses Szenario realistischer erscheinen zu lassen, bemüht Symantec eine Handvoll Tabellen, deren Inhalt eine Variation der von Symantec erfundenen und eindeutig unrealistischen Daten darstellt.
Grundlage dieser Schätzung ist es, dass jeder Rechner eines Botnets täglich 24 Stunden seine CPU für das Bitcoin Mining verwendet - also die aufwändige Erzeugung neuer Bitcoins. Auf dieser Grundlage wird errechnet, dass ein Rechner täglich 0,03 Dollar "verdienen" könnte, was laut der letzten Symantec-Tabelle bei 100.000 Botnet-Rechnern 97.000 Dollar pro Monat entspricht. Eine Milchmädchenrechnung, die sich leicht entkräften ließe, doch das Argument von Symantec bleibt bestehen: Botnet-Betreiber könnten die Bitcoin-Währung fälschen. Um es noch allgemeiner zu formulieren: Bitcoin ist eine unsichere Währung.
Quasi als Bestätigung dieser Aussage dient ein weiteres Symantec-Posting, das Stunden später veröffentlicht wurde. Demnach wurde ein Trojaner "in the wild" beobachtet, der die Datei wallet.dat von Windows-Rechnern stehlen, das heißt per Mail verschicken soll. Ein weiteres Code-Fundstück aus einem "Underground Forum" soll belegen, dass Hacker die Brieftaschen-Datei per FTP übertragen wollen. Beides ist denkbar und stellt eine bekannte Schwachstelle dar. Allerdings werden Bitcoin-Nutzer daher auch dringend aufgefordert, ihre Wallets mit möglichst gut zu schützen (Verschlüsselung, lange Passwörter etc.).
Auch die Benutzer von konventionellem Geld müssen schließlich einige Schutzmaßnahmen treffen. Die Botschaft des Symantec-Postings lautet aber zusammengefasst auch hier: Bitcoin ist eine unsichere Währung.
Nun könnte man diese Warnungen verstehen, wenn sie lediglich der Produkt-Werbung dienen. Diesen Zweck erfüllen die Symantec-Postings fraglos, denn in beiden Schreiben wird empfohlen, die Sicherheits-Produkte des Unternehmens zum Schutz zu benutzen. Doch die zweifelsohne übertriebene Darstellung der Risiken für Werbezwecke folgt der schon fragwürdigen Aufforderung zweier US-Politiker, die Bitcoin ebenfalls verbieten möchten. Auch hier geht es vordergründig um Sicherheit, denn laut dem Bericht eines Online-Mediums kann Bitcoin auch zum Online-Drogenhandel benutzt werden.
Nun wird im Offline-Leben zwar oft Bargeld für den Drogenhandel benutzt, doch deswegen wäre noch niemand auf die Idee gekommen, Bargeld zu verbieten. Allerdings sehen die Politiker wohl das geradezu anarchistische Potential dieser neuen Bezahlkultur, das die größte Errungenschaft der bisherigen Online-Zahlungsmittel wieder zerstören könnte: Bitcoin-Zahlungen können von staatlichen Stellen nicht überwacht und kontrolliert werden. Noch dazu wird der Wert der Währung nicht mehr durch die oft irrationalen aber immer undurchschaubaren Entscheidungen an den Devisenmärkten entschieden, sondern von jenen, die diese Online-Währung benutzen. Bitcoin dagegen macht das Geldvermögen unabhängig von Dollar, Euro, Franken und Yen.
Der Wert der Währung hängt direkt von dem Vertrauen ab, den man diesem Geld entgegenbringt. Symantecs Eigenwerbung hat aber - gewollt oder ungewollt - den Nebeneffekt, die Bitcoin-Währung zu schwächen. Ein hohes Schadenspotential für ein wenig Symantec-Werbung.
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