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09. August 2011
Wieso die britische RIM-Niederlassung sich überhaupt unter UK_Blackberry zu den Unruhen äußern musste, ist schon nicht ganz nachvollziehbar. Vermutlich wollte man damit Behauptungen entgegentreten, die "Riots" seien hauptsächlich mit Hilfe von Blackberry Messenger (BBM) organisiert worden.
Doch diese Behauptung ist nichts anderes als ein Gerücht, das von britischen Bloggern aufgrund von anekdotischen Alltagswahrnehmungen in die Welt gesetzt wurde. Tatsächlich bestätigen etliche Quellen, dass die über den BBM verschickten Botschaften zum "Zuschlagen" an einzelnen Orten meist auch via Twitter und Facebook verbreitet werden. Gerade Twitter-Botschaften wurden von der Polizei als Auslöser der Gewalt identifiziert.
Dennoch wurde RIM durch die Postings der Blogger und die nachfolgende Berichterstattung der Presse mit den Unruhen in Verbindung gebracht. Dem wollte man von Seiten der Firma wohl mit Hilfe des Twitter-Postings begegnen. Doch die Aussage zur Unterstützung der Polizei durch RIM richtet die Aufmerksamkeit noch stärker auf das Unternehmen.
Zwangsläufig wird jetzt auch wieder die Frage gestellt, ob denn die Blackberry-Kommunikation wirklich so sicher ist, wie immer behauptet wird. Denn durch die Stellungnahme bei Twitter entsteht der Eindruck, die verschlüsselte Blackberry-Kommunikation sei doch nicht so sicher, wie von RIM dargestellt. Wie wird das wohl bei den Blackberry-Käufern im Nahen und Fernen Osten ankommen? In mehreren arabischen Ländern oder auch in Indien wird von staatlicher Seite schon lange gefordert, dass RIM den Ermittlungsbehörden Zugang zu den verschlüsselten Kommunikationsinhalten gibt, wobei die Regierungsverantwortlichen häufig davon ausgehen, dass die Kanadier den amerikanischen beziehungsweise westlichen Nachrichtendiensten ohnehin schon ein Hintertürchen gelassen haben.
Das bestreitet RIM zwar entschieden. Doch werden die arabischen Jugendlichen das noch glauben, nachdem sie vom britischen Hilfsangebot gehört haben? Werden sie nicht zu dem Ergebnis kommen, dass RIM eben doch ein Büttel des Staates und seiner Ermittler ist, und dass eine sichere Kommunikation mit dem Blackberry nicht möglich ist? Das wäre fatal für das kanadische Unternehmen, denn die Käufer im Nahen und Fernen Osten haben das Schrumpfen der RIM-Marktanteile bisher noch bremsen können. Eben weil die Kundschaft dort sich vor zu großer Neugier der Behörden schützen wollte.
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