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Das gilt auch für den Provider Embarq, der sich neben fünf anderen US-Unternehmen an dem NebuAd-Experiment beteiligte. Embarq wurde vor wenigen Tagen von einem US-Gericht von allen Vorwürfen freigesprochen, weil die Richterin zu der Erkenntnis kam, dass der Provider selbst den Datenverkehr gar nicht abgefangen hat. Das war die Aufgabe von NebuAd, dem inzwischen nicht mehr geschäftlich aktiven Geschäftspartner des Providers. Dass Embarq dem Partner Zugang zu den Daten seiner Kunden gab, spielte bei der Entscheidung keine Rolle.

Stattdessen hielt die Richterin dem Provider zugute, dass seine Kunden ihr Einverständnis zu dem Vorgehen gegeben hatten. Diese Zustimmung erfolgte, nachdem Embarq ohne Hinweis an seine Kunden die Datenschutzerklärung um den Paragraphen "Werbe-Präferenzen" erweitert hatte. Unter diesem Punkt hieß es, dass der Provider Informationen über die besuchten Websites erheben darf, um damit die Auslieferung gezielter Werbung zu ermöglichen oder zu erleichtern. Am Ende des Paragraphen befand sich ein Link, mit dem der Kunde aus dem Werbeprogramm ausscheren konnte.

Eine bessere Unterrichtung der Kunden über das Vorgehen des Werbeunternehmens hielt die Richterin nicht für notwendig. Daher wurde die beantragte Sammelklage abgewiesen. Gegen drei der fünf anderen Provider sind ebenfalls noch Klagen anhängig. Eine der Klagen wird voraussichtlich im Rahmen einer Schlichtung eingestellt, im sechsten Verfahren kam es ebenfalls zu einer Einstellung ohne Schuldspruch. Die Klage gegen NebuAd wurde beendet, nachdem das Unternehmen sich bereit erklärt hat, eine Schlichtungssumme von 2,4 Millionen Dollar zu zahlen.

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