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Eine Story, der gerne und häufig abgekupfert wurde, obwohl sie einige mehr als auffällige Haken hatte. Was schon damit beginnt, dass es sich um eine auffällige Wiederholung früherer Ereignisse handelt. Tatsächlich war im vergangenen Jahr ein Prototyp gefunden worden, der wiederum in den Besitz eines Gizmodo-Journalisten geriet.

Apple war damals unerbittlich gegen alle Beteiligten vorgegangen, hatte Hausdurchsuchungen erwirkt und die Klage gegen den Journalisten wurde sogar erst vor einigen Tagen eingestellt.  Auch dem Mitarbeiter, der fahrlässig sein Telefon liegen ließ, wurde das Leben nicht leicht gemacht. Immerhin konnte er seinen Job behalten, wie er damals kleinlaut bestätigte. Und jetzt sollte wieder ein Mitarbeiter Apples sein iPhone in einer Tequila-Bar vergessen haben? Obwohl sicher jeder Benutzer eines Prototyps sich seither eisern an die verlangten Sicherheitsauflagen hält?Wer wollte es schon riskieren, nach so einem Wiederholungs-Flopp noch einmal Steve Jobs im Fahrstuhl zu begegnen?

Die Story wurde auch nicht einmal durch Fotos oder sonstige Informationen über das verloren gegangene Telefon gedeckt. Da musste man eigentlich Lunte riechen und an der Geschichte Zweifel entwickeln. Doch das geschah leider nur selten. Selbst als Wiederholung schien die Geschichte einfach zu gut.

Inzwischen aber hat sich herausgestellt, dass keine der Angaben stimmt, sieht man davon ab, dass es die fragliche Kneipe gibt und der Keeper dort bestätigt, dass vor rund einem Monat ein Mann einige Male angerufen hat, weil er möglicherweise sein iPhone dort vergessen hat. Von dem hat er aber nichts mehr gehört.

So stellt sich die Sachlage jedenfalls in dem inzwischen überarbeiteten CNet-Bericht dar, auf dem alle anderen Texte basieren. Die Angaben im ursprünglichen Text waren dagegen äußerst knapp: Das Telefon soll bereits im Juli im Mission District von San Francisco in einer mexikanischen Kneipe verloren gegangen sein. Möglicherweise sei es danach für 200 Dollar über den Kleinanzeigendienst Craigslist verkauft worden. Quelle dieser Angabe war eine Person, "die mit den Untersuchungen vertraut ist".

Untersuchungen, die es aber laut Polizeiangaben gar nicht gab, wie es schon in dem originalen CNet-Bericht heißt. Da ist es erstaunlich, dass der Autor des Berichts, der sonst als vertrauenswürdig geltende Journalist Declan McCullagh, die Story trotz dieses Widerspruchs überhaupt veröffentlichte. Wo er sich doch sonst so bemüht, alle Behauptungen zu belegen und zu jedem Bericht über Google beispielsweise erklärt, mit einer Google-Mitarbeiterin verheiratet zu sein.

Sollte McCullagh wirklich das Opfer eines PR-Tricks geworden sein, den Apple selbst initiiert hat? Das jedenfalls mutmaßt jetzt die International Business Times. Doch es wären auch ganz andere Erklärungen denkbar. Und sei es, dass man den oft sehr kritischen Journalisten mit einem erfundenen Exklusiv-Bericht diskreditieren wollte.

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