Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
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29. September 2011
Der bei Reuters entwickelte Gedankengang ist es, dass alle bisherigen Android-Tablets "Me-too" Geräte sind, also dem iPad nachgeäffte Entwicklungen. Auch preislich haben sich diese iPad-Repliken dem Vorbild angepasst, wobei die Einstiegspreise für das iPad in den USA bei 500 Dollar ($499) beginnen. Das 32GB-Modell kostet im Apple Store schon 600 Dollar bei geschätzten Herstellungskosten (laut iSuppli) von nur wenig mehr als 330 Dollar.
Gegen diesen Preis und vor allem gegen diese Marge mit einem Android-Tablet anzutreten, fällt augenscheinlich schwer. Doch der Preis des von Jeff Bezos vorgestellten Kindle Fire soll bei knapp 200 Dollar beginnen. Fraglos ein Kampfpreis, doch wird das die Android-Hersteller wirklich zu niedrigeren Preisen zwingen?
Reuters erwähnt das Beispiel Samsung und gibt für das Galaxy 10.1 bei einem dem iPad vergleichbaren Preis eine Marge von 5% an. Da stellt sich die Frage, warum Samsung den Preis noch weiter senken sollte. Beziehungsweise, ob Samsung nun seine Geräte mit Verlusten verkaufen wird.
Doch zunächst einmal ist es gar nicht nötig, beziehungsweise möglich, den Kindle Fire mit einem Android Tab zu vergleichen. Der Kindle Fire wird wie der eReader Kindle in erster Linie der Verkaufsförderung für Amazons medialen Gemischtwarenladen dienen und kann daher als subventioniertes Gerät gelten. Immerhin kostet das Einsteigermodell mit WiFi gerade 79 Dollar bei Herstellungskosten, die vor zwei Jahren von iSuppli noch auf nahezu 200 Dollar geschätzt wurden.
Ähnlich wird es sich vermutlich beim Kindle Fire verhalten, dessen Preis bei geradezu lächerlichen 199 Dollar liegen wird. Trotz buntem Touchscreen, Dual-Core-Prozessor, WiFi-Verbindung und einer Graphik-Perfomance, mit der auch Filme angesehen werden können. Für die Datenspeicherung wird ein Konto in der Amazon Cloud angeboten, was mit nicht geringen Infrastrukturkosten vebunden sein wird.
Das kann nur gehen, weil Amazon "18 million movies, TV shows, songs, magazines, and books" zum Verkauf anbietet. Eine Strategie Amazons, die möglicherweise darunter leiden könnte, dass im Kindle Fire auch ein neuartiger Browser "Amazon Silk" integriert wird. Denn das könnte bedeuten, dass die Benutzer des Gerätes lieber kostenlose Texte und Videos aus dem World Wide Web konsumieren - statt kostenpflichtigen Videos (vor allem) und Büchern (Steve Jobs 2008: "Tatsache ist, dass die Leute nicht mehr lesen").
Doch es bleibt abzuwarten, ob und wie Amazon diesem "Missbrauch" einen Riegel vorschieben wird. Womit aber immer noch keine vernünftige Erklärung zu finden ist, warum Samsung und Co. ihre Geräte nun billiger anbieten sollten.
Falls der Kindle Fire wirklich eine Gefährdung für Android-Tablets wird, bleibt immer noch die Option, auf eigene Tablets zu verzichten. Oder sich auf den europäischen Markt zu beschränken. Denn hier wird es den Kindle Fire in absehbarer Zeit nicht geben.
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