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04. Oktober 2011
Amerikanische Wissenschaftler erkennen in Facebook die Möglichkeit, jene College-Studenten frühzeitig zu identifizieren, deren Alkoholkonsum tendentiell zu sozial unerwünschten Ausmaßen und Folgen führen kann. Man könne dabei die kritischen Kandidaten sehr gut von jenen Studenten unterscheiden, die zwar auch den Konsum von Alkohol erwähnen, damit aber nicht auffällig werden.
Ein Ergebnis, das zunächst ein wenig nach sozialwissenschaftlicher Scharlatanerie klingt, denn für die von Reuters Health angedeuteten Indikatoren braucht es keinen akademischen Abschluss. Ein Student, der häufiger Fotos von sich bei Facebook einstellt, auf denen er sturzbesoffen zu sehen ist, hat mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Alkoholproblem als jener Student, der nur über sein maßvolles Trinken zu scherzen beliebt.
Doch der eigentlich interessante Teil der Botschaft liegt auch in einem anderen Punkt: Die Bereitschaft insbesondere junger Menschen, ihr Leben online auszubreiten, wird nicht nur von cleveren Unternehmen für Werbezwecke ausgenutzt. Es kann auch in einer anderer Hinsicht als Teil eines Frühwarnsystems dienen, mit dem sich Verhaltensauffälligkeiten rechtzeitig erkennen lassen.
Schulen könnten so beispielsweise auf Schüler mit deutlich erkennbaren Alk-Problemen zugehen. Das eigentliche Problem besteht darin, ob die auf den Facebook-Seiten zu findenden Informationen tatsächlich ein klinisches Problem prognostizieren können, wie ein anderer Wissenschaftler bemängelt. Und in diesem Punkt ist das Datenmaterial der sozialen Netzwerke möglicherweise noch problematischer als im Fall der Online-Werbung.
Die Studie, die dem Reuters-Bericht zugrunde liegt, hat hier zwar klar einen Zusammenhang erkannt: Die aufgrund ihrer Facebook-Seiten als potentielle Trinker enttarnten Studenten zeigten auch in einem kleinen Testinstrument Hinweise auf eine Gefährdung. Doch es ist keineswegs gesagt, dass damit ein halbwegs zuverlässiges Screening möglich ist.
Die Zweifel daran werden noch größer, wenn man die Empfehlung der leitenden Wissenschaftlerin sieht. Die Medizinerin schlägt unter anderem vor, auf den Facebook-Seiten der Studenten Werbung für das Gesundheitszentrum der Uni oder für Online-Tests auf Alkoholismus einzublenden, sobald der Begriff "blacked out" ("wurde ohnmächtig") verwendet wird. Im Grunde empfiehlt sie damit das gleiche Vorgehen, wie die Online-Werbung es benutzt. Womit dann aber auch die Gefahr verbunden ist, dass die Schulen den Schutz der Provatsphäre ähnlich missachten, wie man es bei Facebook und Co. sehen kann.
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