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Das Gerichtsverfahren gegen den seit etlichen Monaten in Thailand wegen Majestätsbeleidigung inhaftierten US-Bürger Joe Gordon wurde eröffnet. Der Gebrauchtwagenhändler aus Colorado, der vor vier Jahren Links auf eine nicht-autorisierte, kritische Biographie des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej (83) sowie auf deren Übersetzung gesetzt hatte, erklärte sich vor dem Gericht für schuldig (BBC).

Möglicherweise wird der Beklagte mit diesem Eingeständnis ein milderes Urteil erreichen können. Immerhin droht ihm nach thailändischem Recht im Fall einer Verurteilung (voraussichtlicher Termin: 9. November) eine Haftstrafe von 15 Jahren.

Mit Kritik an an diesem "Unrecht", für einen Hyperlink bestraft werden zu können, sollten sich westliche Beobachter jedoch zurückhalten. Schließlich ist im selbst gewählten Heimatland des Beklagten die Nutzung von Links ebenfalls nicht ungefährlich, nachdem vor nunmehr 10 Jahren erstmals das Hacker-Magazin 2600 wegen eines Links auf den Code des Kopierschutzknackers DeCSS verurteilt wurde. Obwohl der Code damals sogar auf kommerziell vertriebenen T-Shirts zu sehen war.

Und es ist erst einige Monate her, dass bayerischen Richtern eine notwendig gewordene Nachhilfestunde in Sachen "Pressefreiheit" verpasst wurde.

Auch was das Delikt der Majestätsbeleidigung angeht, ist Zurückhaltung angebracht, denn in vielen (auch westlichen) Ländern ist es menschenrechtswidrig verboten, imaginäre Wahnvorstellungen zu beleidigen.

Doch das Verfahren gegen den Gebrauchtwagenhändler liefert ein gutes Beispiel für die durch das Internet beschleunigte Konfrontation moderner und traditionell orientierter Kulturen. Dem Beklagten war es vermutlich kaum mehr präsent, wie gefährlich Majestätsbeleidigung in seinem Geburtsland ist, als er die Links im Jahr 2007 an seinem PC in Colorado setzte.

Das wurde ihm erst wieder bewusst, als er im Mai bei einem Besuch in seiner alten Heimat verhaftet wurde. Sein Fall ist dabei keineswegs eine Ausnahme. Erst vor wenigen Monaten wurde ein anderer US-Bürger mit thailändischen Wurzeln am Flughafen von Bangkok wegen Majestätsbeleidigung kurzfristig verhaftet und zurück nach Kalifornien geschickt. Seine Straftat bestand hauptsächlich darin, die Gesetze gegen Majestätsbeleidigung im Internet kritisiert zu haben.

Informationen über seine Identität hatten die thailändischen Behörden übrigens von seinem kanadisch-amerikanischen Provider erhalten. Der hatte auf Anfrage nicht nur Auskunft über den sonst anonym auftretenden Kunden geliefert, sondern auch dessen Website gelöscht. Immerhin wurde deswegen in Kalifornien eine Klage gegen den Provider angestrengt.



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