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07. November 2011
VentureBeat hat mit Google Vizepräsident Bradley Horowitz über Google+ gesprochen. Von der Kritik der Presse an Google+ und den damit einhergehenden Untergangs-Prognosen des Sozialdienstes scheint er nicht beeindruckt. Die Pressevertreter seien nun einmal nicht über die Langzeit-Pläne des Unternehmens informiert. Daher erklärt er zumwiderholten Mal, dass Google+ keine Facebook-Kopie sein soll, sondern eher so etwas wie ein Bindeglied für den Benutzer, der Googles verschiedene Dienste mit einem einzigen Log-In und einer gemeinschaftlichen Verwaltung der Individual-Daten verbinden will.
Womit Horowiz nicht nur Google Mail und Google Docs meint, sondern auch Android, selbststeuernde Autos oder auch Google-Fernsehen. Diese sehr unterschiedlichen Produkte wären über ein einhetiliches Einloggen wesentlich bequemer zu benutzen.
Doch VentureBeat kontert mit einer guten Frage: Was ist, wenn man gar nicht "sozial" sein möchte? Wenn man sich bei Google Maps nicht dafür interessiert, wo andere schon waren, oder bei Nutzung der Suchmaschine, welchen Link die anderen angeklickt haben? Die Antwort von Horowitz auf diese Fage geht ein wenig an der Sache vorbei: Der Google-Mann meint, dass sicherlich ("certainly") einige Produkte wie die Google-Suche einen "Inkognito-Modus" unterstützen werden.
Überhaupt werde es drei Modi der Google-Nutzung geben, nämlich "nicht identifiziert", "identifiziert" und "pseudonym" - was wohl bedeutet, dass man auch "ein bisschen inkognito" sein kann. "Ultimativ" meint Horowitzzusammenfassend, sei es das Ziel seines Unternehmens, dem Anwender die Freiheit zu geben, der zu sein, der man sein möchte oder zu einem bestimmten Zeitpunkt sein muss.
Womit er im Grunde sagt, dass Google+ als umfassendes Instrument zur Authentifizierung dem User die Freiheit wieder zurückgibt, die er vor der Nutzung von Google+ hatte. Sehr überzeugend ist das nicht. Aber im Zweifelsfall greift auch hier Googles-Standardposition: Wer die Dienste Googles nicht akzeptiert, muss sie ja nicht nutzen.
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