Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
08. November 2011
Googles früherer CEO Eric Schmidt ist zu Besuch in Südkorea und gibt dort zu den verschiedensten Fragen Stellungnahmen ab, die im Heimatland von Samsung mit großem Interesse verfolgt werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der weiteren Entwicklung bei Motorola, denn nach der Übernahme durch Google müssen Android-Partner wie Samsung eine Benachteiligung durch Google fürchten. Doch in diesem Punkt beruhigt Schmidt die Gastgeber. Man werde Motorola als bisher eigenständigem Unternehmen auch weiterhin hinreichende Selbstständigkeit gewähren, so dass die Offenheit des Betriebssystems Android nicht gefährdet wird.
Solche Absichtserklärungen dürften zur Zeit sehr wichtig sein, denn Samsung hat wie etwa auch HTC eingewilligt, Lizenzzahlungen an Microsoft zu leisten, um möglichen Verfahren wegen angeblicher Patentverletzungen auszuweichen. Microsoft selbst weidet sich öffentlich daran, dass die Android-Partner fast freiwillig Lizenzgebüühren zahlen und man in Redmond somit am Android-Erfolg mitverdient. Erst vor wenigen Stunden hat mit dem chinesischen Unternehmen Huawei ein weiterer Android-Partner Googles eingewilligt, den verlangten Tribut an Microsoft zu zahlen.
Doch gerade das Beispiel Samsung zeigt, dass die Verhältnisse zwischen den asiatischen Billigherstellern und ihren amerikanischen Auftraggebern nicht gerade unkompliziert sind. Denn ebenfalls heute wurde bekannt, dass Microsoft die Abwerbung eines führenden Samsung-Managers gelungen ist. Gavin Kim, zuletzt hauptsächlich mit dem Galaxy Tab beschäftigt, soll nun helfen, Microsofts mobilem OS Windows Phone auf die Sprünge zu helfen.
Wobei mehr als wahrscheinlich ist, dass Kim bei dieser Aufgabe mit seinen früheren Samsung-Kollegen zusammenarbeiten wird. Denn der koeranische Hersteller zahlt nicht nur Android-Lizenzen, sondern wird auch mobile Geräte unter Windows produzieren.
In dieser Konstellation mit Microsoft als Lizenzgeber und Auftraggeber ist für Samsung die Zusammenarbeit mit Google doppelt schwierig. Doch in dieser Situation hört man es auch gerne, wenn Schmidt den Koreanern den Bestand der Partnerschaft bestätigt, eine weitere kostenlose Bereitstellung von Android garantiert und zugleich Ängste bezüglich der Motorola-Übernahme abbaut. So bleibt gewährleistet, dass die Partnerschaft mit Google keinen Schaden nimmt, auch wenn man gleichzeitig mit dem Rivalen Microsoft flirten muss. Doch was soll's? Schließlich sind alle Beteiligten Erwachsene und Geschäft ist nunmal Geschäft.
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