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Das Wired-Magazin berichtet über eine möglicherweise gar nicht so neue Masche, mit der sich trickreiche Betrüger bereichern. Sie tricksen dazu YouTubes Schutz vor Urheberrechtsverstößen aus und machen sich die Inhalte Dritter zu eigen.

Laut Wired hat man sich dieses von "russischen Schurken" betriebene System etwa so vorzustellen: Um es den Rechteinhabern zu vereinfachen, ihre Unterlassungsansprüche gegen rechtswidrig eingestellte Inhalte bei YouTube anzumelden, wurde ein automatisiertes Meldesystem installiert. Dort können Hollywood-Studios oder auch Musik Labels beispielsweise ihre Videos einspeisen.

Alle von Anwendern eingestellten Inhalte werden mit diesen Daten abgeglichen und auf Rechtsverstöße untersucht. Wird das Video eines Anwenders von diesem Filter erkannt, dann geschieht laut Wired das Folgende : Wenn volle oder teilweise Übereinstimmung besteht, kann der Rechteinhaber das Video automatisch entfernen lassen, oder er kann Werbung auf dem Video platzieren und von jedem Klick profitieren, der auf dem Video erfolgt".

Im Fall der russischen Schurken aber ist die Reihenfolge vertauscht: Sie suchen nach häufig angesehenen Videos, melden diese bei YouTubes Filter-System als ihr eigenes Machwerk an und profitieren dann von der Werbung, die auf den Inhalten anderer eingeblendet werden. Die Eigentümer der Videos, die ebenfalls von den rechtlichen Ansprüchen informiert werden, können zwar dem unterstellten Rechtsverstoß entgegentreten. Dann werden ihre Inhalte in aller Regel sofort wieder freigegeben. Doch oft seien sie zu eingeschüchtert, um sich für diesen Weg zu entscheiden.

Soweit die Darstellung des Wired Magazins, die noch mit der Nennung eines konkreten Unternehmens gewürzt wird. Eine Firma Netcom Partners, die ihre Geschäfte auf Malaysia und in der Schweiz betreibt, aber auf Zypern registriert ist, soll hinter dieser Masche stecken. Wie man darauf kommt, dass hinter Netcom Partners russische Schurken stehen, wird leider nicht erklärt.

Bestätigt wird die Darstellung jedenfalls durch Google-Suchen, die auf tausende Beschwerden empörter YouTube-Nutzer verweisen. Diese Anwender beklagen sich meist über falsche "Copyright Claims" der Firma Netcom, mit denen ungerechtfertigt Ansprüche erhoben werden. Das von Wired beschriebene Muster scheint im Fall der Firma Netcom damit bestätigt. Der Webauftritt des Unternehmens unter  netcompartner.com  ist so leergeräumt,  wie es eine Website nur sein kann.

Wired gibt aber weiter an, dass Google als Unternehmensmutter von YouTube es "nur großen Medienunternehmen und Video-Netzwerken gestattet", an dem beschriebenen Filterverfahren teilzunehmen. Das Problem besteht damit nicht in erster Linie an der Bereitschaft irgend welcher Schurken, sich an Unschuldigen zu bereichern. Das Problem besteht vielmehr darin, dass Google möglicherweise sein Filtersystem zu lax überwacht. Die Aufnahme eines Unternehmens wie Netcom, das seine Urheberrechtsansprüche nur durch die Existenz einer Website legitimieren kann, spricht jedenfalls für eine gewisse Beliebigkeit.

Jedoch macht das Magazin Google ansatzweise noch einen anderen Vorwurf. Anfragen des Magazins seien von Google mit dem Verweis auf die Firmenpolitik abgewiesen worden. Es sei daher nicht möglich zu sagen, ob man sich bei YouTube der Situation bewusst sei, oder ob es schon einmal zu einem Missbrauch des Verfahrens gekommen sei.

Doch für Google  bleibt es laut Wired auch folgenlos, wenn man nichts tut. Das Werbeunternehmen bekommt so oder so seinen Anteil an den Werbeeinahmen. Ob man nun mit dem echten oder dem vermeintlichen Rechteinhaber teilen muss, bleibt sich gleich.



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