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29. November 2011
Forscher der Universität von Virginia haben in Zusammenarbeit mit Microsofts Forschungsabteilung eine explorative Kostenanalyse (Forschungsbericht PDF) für ein neuartiges Heizungssystem angestellt: Können Server aus dem Bereich des Cloud Computing in Form von Heizungsmodulen die konventionelle Heizung ersetzen? Das nicht ganz unerwartete Ergebnis dieses Gedankenexperiments: Es könnte sich lohnen, ernsthaft über diese Möglichkeit nachzudenken.
Dafür sprechen alleine schon die Zahlen, die die Forscher ihrem Bericht voranstellen. Demnach wurden im Jahr 2006 61 Milliarden kWh an Elektrizität von der IT-Industrie verbraucht, was 3% des gesamten Energieverbrauchs der USA entsprach. Diese Zahlen haben sich bis heute sicher erhöht, zumal die IT-Branche zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereichen zählt. Das Aufkommen des Cloud Computing, bei dem zunehmend Daten auch aus dem privaten Bereich verlagert werden, dürfte diese Entwicklung ebenfalls noch beschleunigt haben.
Die Probleme der großen Rechenzentren sind aber die Gleichen geblieben. Sie produzieren eine große Menge an Abwärme, die wiederum zu Kosten für die Klimatechnik führen. Es sei denn, man wählt als Standort des Data Center einen Ort nahe dem Polarkreis, wie es beispielsweise zuletzt Facebook angekündigt hat.
Nach Meinung der Forscher aus Virginia könnte es jedoch auch andere Lösungen für das Problem geben. Etwa in der Form, dass die IT-Unternehmen ihre Server in bedarfsgerecht dimensionierte Einheiten verpacken und dem Privatkunden als "Data Furances" (in etwa "Datenheizkessel") anbieten.
Diese Heizanlage könnte beispielsweise direkt mit dem Wasserkreislauf einer Zentralheizung verbunden werden, um im Winter die Wärme im Haus zu verteilen. Die Furnaces müssten je nach Region angemessen dimensioniert sein. Was bedeuten würde, dass deutlich über 100 Server mit jeweils 350 Watt Leistung in eine Anlage zu packen sind. Damit dürfte ein halbwegs isoliertes Wohngebäude selbst in Alaska zu beheizen sein. In wärmenren Regionen wäre dagegen nur ein Drittel dieser Leistung ausreichend.
Die Furnaces wären dabei vom Hausherrn anstelle einer konventionellen Heizanlage zu bezahlen. Doch das wäre wie auch die Verteilung der Heiz- beziehungsweise Betriebskosten eine Frage des jeweils gewählten Preismodells. Weitere Kosten wie etwa die für eine schnelle Internet-Anbindung der Server oder die Kosten für eine dezentrale und damit teurere Wartung werden in dem Denkmodell der Forschern vorerst noch großzügig unter den Tisch gekehrt. Auch das Problem der Abwärme im Sommer wird nur am Rande behandelt.
Dennoch scheinen diese Überlegungen gar nicht so abwegig. Zumal die Wissenschaftler nicht auf dem Modell einer Heizung für den privaten Bereich beharren. Sie halten es auch für denkbar, beispielsweise Bürohäuser, Wohnkomplexe oder Gewächshäuser mit der Abwärme der Rechenzentren zu versorgen. Wobei sich natürlich auch die Frage aufdrängt, ob ein teilweiser Verzicht auf die angeblich so notwendige Data Cloud schon ausreichen würde, das Problem der überflüssigen Abwärme aus dem Weg zu räumen.
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