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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Der Vertrag zwischen der Mozilla-Stiftung und dem großen Geldgeber Google endete im vergangenen Monat und noch äußert sich keine der beiden Parteien dazu, ob es zu einer Verlängerung der Zusammenarbeit kommen wird. Vielleicht ist das ein Hinweis auf noch laufende Verhandlungen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur ein Indiz für das anstehende Ende der Open Source-Entwicklergruppe.

Dieses Ende wird jedenfalls schon von einigen Beobachtern seit geraumer Zeit prognostiziert. Und zumindest was die Kooperation mit Google angeht, sind die Zeichen an der Wand eigentlich unübersehbar. Google hat die Firefox-Entwickler in den letzten Jahren finanziell kräftig unterstützt. Als Gegenleistung für den Suchschlitz im Browser erhielt die Stiftung viele Millionen Dollar. Für diese Zahlungen gab es auch einen guten Grund, denn der Mozilla-Browser knabberte an den Marktanteilen von Microsofts Internet Explorer. Damit sanken für Microsoft ganz allgemein die Chancen für eine Einflussnahme auf die Web-Entwicklung.

Ganz speziell wurden dadurch aber auch die Suchmaschinenaktivitäten des Google-Konkurrenten behindert. Für Google war Firefox damit eine gute Investition. Dennoch entschied sich das Werbeunternehmen vor drei Jahren dafür, mit Chrome einen eigenen Browser zu entwickeln - eine Konkurrenz also zum Mozilla Firefox. Der Vertrag mit der Mozilla-Stiftung wurde zwar im Jahr 2009 noch einmal verlängert (bis November 2011). Doch schon bei der Vertragsunterzeichnung waren die Zweifel bei der Stiftung groß, ob die Partnerschaft noch lange Bestand haben kann.

Sollte sich jetzt bewahrheiten, dass Google die Partnerschaft aufkündigt, dann steht Mozilla sicher vor einem die Existenz bedrohenden Problem. Welches andere Unternehmen würde schon so viel Geld wie Google dafür zahlen, den Suchschlitz im Firefox bedienen zu dürfen?. Dafür käme höchstens ein Unternehmen wie Microsoft in Frage, doch da stellt sich das Problem, welche Gegenleistung dieser Partner wohl verlangen würde.

Außerdem wäre Microsoft wahrscheinlich ebensowenig wie Google geneigt, ein Konkurrenzprodukt zum eigenen Browser zu unterstützen. Womit die Zukunftsaussichten für die Mozilla-Stiftung wirklich trübe sind. Denn zu allem Übel bricht Firefox inzwischen auch noch die Nutzerschaft weg, der Marktanteil sinkt. Auch daran ist in erster Linie Googles Browser-Entwicklung Chrome schuld. Doch hinzu kommt, dass der klassische Browser sich zum Auslaufmodell entwickelt. Angesagt sind jetzt mobile Anwendungen, doch dabei geht es nur noch bedingt um klassische Browser.



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