Noch so ein Detail der MegaUpload-Story, das viele der jetzt protestierenden Befürworter des Dienstes nicht kennen dürften: Einer der in Neuseeland verhafteten Deutschen spielte in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei einem schweizerischen Unternehmen, das andere Firmen mit dem Adressbuchschwindel übervorteilte.

Gemeint ist beispielsweise die Masche, Unternehmen  per Fax auf die Möglichkeit der Aufnahme in einer Adresssammlung (z.B. Gelbe Seiten) hinzuweisen. Im Kleingedruckten werden dann horrende Summen für den Eintrag verlangt, sobald die Aufnahme per Rück-Fax besätigt wird.

Wie Bilanz.ch dazu auch noch anmerkt, kommen zwei der Angeklagten aus "bestem Haus": Der eine ist Sohn eines früheren CDU-Landesvorsitzenden aus Hamburg, der Vater des anderen "arbeitet seit Jahren in leitender Stellung für das renommierte Goethe Institut" in München. Ist das das Holz, aus dem man richtige Piraten schnitzt?