Vielleicht auch so ein Aspekt der ganzen Diskussion zum Thema Privatsphäre/Datenschutz, über den es sich mal ganu ujnbefangen nachzudenken lohnt: Im Unterschied zu Deutschland ist es in Großbritannien durchaus erwünscht, wenn dass Fehlverhalten Einzelner in den Medien dokumentiert und das Individuum identifizierbar gemacht wird.

Typisches Beispiel: Wer im Straßenverkehr zu schnell fährt, muss damit rechnen, diese Information auch in der Zeitung zu finden. Zusammen mit dem eigenen Namen und der eigenen Wohnadresse. Für viele Deutsche eine ungewohnte und unliebsame Vorstellung.

Doch das "Name and Shame", wie diese Pranger-Praxis auch genannt wird, geht noch viel weiter: Wer im Internet den Troll gibt und beispielsweise auf Nachrufseiten bei Facebook unflätige Kommentare hinterlässt, muss damit rechnen, von einem BBC-Reporter aufgespürt zu werden. Die anschließende Begegnung mit dem Troll erscheint dann im Fernsehen. Zusammen mit dem Namen, Foto und dem Wohnort des Trolls. Die Hoffnung ist es, dass die erlebte Schande eine Wiederholung des Fehlverhaltens verhindert. Einen Nachweis der Wirksamkeit dieses Mechanismus' gibt es allerdings nicht.