08. März 2012
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Auch Peter Gabriel nimm am Rush Limbaugh-Boykott teil. Nachdem der ultrakonservative Radiomoderator eine Jurastudentin in seiner Show mehrfach als Prostituierte bezeichnet hat, haben sich nicht nur einige (d.h. 30 bzw. 40) große Werbeunternehmen von seiner Sendung abgewandt, sondern sogar konservative Politiker. Und nun auch Gabriel (Facebook), denn dessen Stück "Sledgehammer" lief im Hintergrund, als Limbaugh geiferte.
Inzwischen hat sich Limbaugh für seine "unbedachten" Worte, die doch nur "scherzhaft" gemeint waren, bei der Studentin entschuldigt. Doch es ist offenbar jedem klar, dass es hier um tiefere Probleme geht, die man am Frauentag erwähnen darf: Weite (christliche) Teile der US-Bevölkerung haben ein Problem damit, wenn Frauen in einer Form Geburtenkontrolle betreiben, die über ein striktes "Nein" zum Geschlechtsverkehr hinausgeht. Wer abtreibt, ist eine Mörderin, wer die Pille nimmt, ist eine Schlampe, wer vergewaltigt wird, hat es nicht besser verdient.
Das Vergehen der Jurastudentin war es gewesen, vor einem Kongressausschuss ausgesagt zu haben, der sich mit dem Thema "Pille und Kassenzahlung" beschäftigte. Die junge Frau beschrieb die Probleme einer Freundin, der zur Behandlung von Zysten eine Hormonbehandlung in Form der Pille verschrieben wurde, deren Kasse aber die Zahlung verweigerte. Als Reaktion benutzt Limbaugh die genannten Beleidigungen und forderte die junge Frau auf, ihre Porno-Videos kostenlos ins Internet zu stellen, wenn sie schon auf Kosten der Steuerzahler die Pille haben möchte.
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