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27. September 2006
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In deutschsprachigen Medien findet man bisher bestenfalls eine kurze Meldung, in den USA ist es dagegen ein Top-Thema : Das Fox-Interview mit Bill Clinton, bei dem der frühere US-Präsident seine Beherrschung verliert. Dazu einige Links...
Clintons Gesprächpartner moderiert die Fox Sunday News, eine eher konservative Polit-Sendung in einem Kanal, der dem (sehr weit) rechten Flügel zugeordnet wird. Vor dem Gespräch wurde abgesprochen, dass das Interview sich zu gleichen Teilen mit der caritativen "Clinton Global Initiative" sowie mit "anderen Fragen" beschäftigen sollte. Clinton hatte wenige Tage zuvor im Rahmen einer Spendensammlung 7,3 Milliarden Dollar für seine Stiftung erhalten.
Das in 2 Teilen (Teil 1, Teil 2) bei YouTube zu findende Interview setzt an der Stelle ein, an der Clintons Gesprächspartner Chris Wallace Mails von Zuschauern erwähnt, die ihn angeblich zu folgender Frage aufgefordert haben: Warum hat der frühere US-Präsident während seiner Amtszeit nicht mehr getan, um Osama Bin Laden beziehungsweise Al Quaida "aus dem Geschäft zu ziehen?
Was dann folgt, ist in US-Medien selten zu sehen. Clinton entgegnet der Frage nicht nur mit sachlichen Argumenten, was er und sein damaliger Sicherheitsberater, der Republikaner Richard Clarke, gegen Bin Laden unternommen haben und wie die heutigen Kritiker aus dem konservativen Lager sich dagegen damals verhielten - . Er wirft weiter seinem Nachfolger George Bush vor, die von ihm und Clarke ausgearbeiteten Pläne missachtet zu haben und 9 Monate lang tatenlos gewesen zu sein - bis zum 11. September.
Clinton nutzt die Gelegenheit aber auch, um den konservativen Journalisten und seine mutmaßlichen Absichten zu zerpflücken. Dieser eher emotionale Teil seines Beitrags wurde wiederum von den konservativen Medien in der Berichterstattung in den Vordergrund gestellt, wie der Polit-Komiker John Stewart in seiner Show feststellt.
Doch auch der Vorwurf Clintons, Bush habe 9 Monate lang nichts gegen Bin Laden unternommen, blieb nicht folgenlos. Präsident Bush wurde sogar während einer Pressekonferenz auf diesen Vorwurf angesprochen und gefragt, ob er den Tatsachen entspricht. Bush antwortet ausführlich, ohne eine klare Antwort zu geben.
Das wiederum verleitet den MSNBC-Kommentator Keith Olbermann zu einem weiteren ungewöhnlichen Schritt: Er gibt die Antwort, die Bush schuldig blieb: Clinton hat versucht, Bin Laden zu fassen und ist gescheitert. Die Administration unter Bush hat es nicht einmal versucht und Bush hat dafür bis heute keine Verantwortung übernommen. In 10 Minuten liefert Olbermann dann eine Generalabrechnung mit Bush, dem er Lüge, Feigheit und den Aufbau eines Orwell'schen Systems vorwirft.
Der konservative TV-Moderator Rush Limbaugh dagegen, der Clintons Raketenangriff auf Bin Laden im Jahr 1998 als Manöver dargestellt hatte, das von der Lewinsky-Affaire ablenken sollte, übt auch jetzt wieder Kritik am Ex-Präsidenten. Sein zentraler Vorwurf: Die Socken Clintons waren zu kurz.
Der bevorstehende Wahlkampfs verspricht unterhaltsam zu werden.
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