Räucherstäbchen bei indilaya.de
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07. Oktober 2011
Posted in FindLinks
Auf die Gefahr hin, sich wieder einmal unbeliebt zu machen eine kleine Bitte (vorsichtshalber als Findlink getarnt und versteckt, man brennt schließlich nur einmal):
Liebe Leute, trauert um Steve Jobs, aber macht bitte keinen Heiligen aus ihm und fordert auch nicht den Papst dazu auf, es zu tun! Es muss Euch doch auffallen, dass etwas nicht ganz stimmen kann, wenn der Tod des Chefs eines Unternehmens für Unterhaltungselektronik zu mehr Reaktionen führt, als die Ermordung des Mannes, der vor mehr als 10 Jahren die USA angegriffen hat.
Bin Laden hat sicher die Welt mehr verändert als der iPhone-Erfinder. Denn bin Laden hat den Sicherheitsterror erfunden, mit dem die Regierungen weltweit ihre Bürger auf dem Weg in die Informationsgesellschaft unter staatliche Kontrolle bringen. Jobs iPod, das iPhone und das iPad, oder auch die Blockbuster von Jobs Pixar haben Euch davon allenfalls abgelenkt, aber das ist nicht wirklich genial. Höchstens genial einfach.
Das Satire-Magazin The Onion ist zwar auch kein guter Ratgeber, wenn es um solche Dinge geht. Aber Onion-Artikel wie der über den trauernden Apple-Loyalisten, der tut, "as if his fucking dad just died" treffen den Nagel auf den Kopf.
Und so falsch ein System auch sein mag, das Menschen so reich werden lässt, dass sie Milliarden Dollar in wohltätige Stiftungen stecken können, die doch nur minimale Verbesserungen an den Notlagen bringen: Es war sicher keine Systemkritik, wenn Jobs keine einzige seiner Milliarden für humanitäre Zwecke ausgegeben hat.
Es ist auch durchaus angebracht, wenn der Sidney Morning Herald über die Reaktionen chinesischer Arbeiter auf Jobs Tod schreibt. Etwa darüber, dass der von nachhaltig verletzten Arbeitern aus der Touchscreen-Produktion direkt angeschriebene Jobs nie Zeit für eine Antwort fand. Obwohl die hohen Margen Apples sicher auch dazu beigetragen haben, dass sich die Sicherheit an diesen Arbeitsplätzen auf chinesischem Grusel-Niveau bewegt. Dabei war Jobs durchaus dafür bekannt, sich um jede Kleinigkeit zu kümmern. Hat er nicht Googles Gundotra beim sonntäglichen Gottesdienst (für welchen Welterschütterer auch immer) angeklingelt, nur weil das zweite "o" des Google-Logos nicht das richtige Gelb auf dem iPhone hatte? Ist ja auch wichtiger als die durch n-Hexan gefühlstauben Hände und Füße der Chinesen, die jammern, weil sie keine medizinische Unterstützung mehr erhalten.
Also: Jobs ist tot und damit ist der größte Marketing-Mensch dieses Jahrhunderts abgetreten. Hinsichtlich der Wertschätzung sollte die Betonung aber auf "Mensch" und nicht auf "Marketing" liegen.
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