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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Der Käuferschutz bei Paypal kann befremdliche Züge annehmen, wie ein von Regretsy dokumentiertes Beispiel zeigt. In einer Mail beschreibt dort eine eBay-Verkäuferin, was nach dem Verkauf einer älteren Violine an einen Käufer in Kanada geschah.

violineDer Käufer bezweifelte nach Erhalt des Artikels die Echtheit des Geigenzettels. Woraufhin Paypal die Zahlung rückgängig machte und vom Käufer nicht die Rücksendung, sondern die Zerstörung der Violine verlangte. Eine Forderung, die dieser (lustvoll) erfüllte und wie verlangt fotografisch dokumentierte.

Für die Verkäuferin ist das Ganze verständlicherweise nicht nachvollziehbar. Sie bestreitet nicht, dass der fragliche Geigenzettel, der Bezug auf den belgischen Geigenbauer Maurice Bourguignon nimmt, eine Fälschung sein kann.

Tatsächlich gilt der in den Instrumenten angebrachte Herstellerhinweis als wenig zuverlässig. Das auch, weil die Zettel sich oft lediglich auf das Modell beziehen, nach dessen Vorbild sie gebaut wurden (Wikipedia). Ein Zettel ist kein Echtheitszertifikat oder damit vergleichbar. Doch der kanadische Käufer nahm - vielleicht auch aufgrund einer irreführenden Beschreibung bei eBay, das soll nicht bestritten werden - den Geigenzettel für bare Münze und beschrieb die Violine, für die er 2.500 Dollar gezahlt hatte, als Fälschung.

Was allerdings nichts an der Tatsache ändert, dass es sich um eine richtige Violine mit der entsprechenden Funktionalität der Erzeugung von Schallwellen handelte. Zumindest, bis Paypal die Zerstörung des "gefälschten" Artikels verlangte.

Ein Vorgehen, das voll im Einklang mit der Käuferschutzrichtlinie (englische Version) des Dienstes steht. Dort heißt es ausdrücklich: "PayPal may also require you to destroy the item and to provide evidence of its destruction". In der deutschsprachigen Ausgabe der Käuferschutzrichtlinie ist ein entsprechender Hinweis dagegen nicht zu finden.

Doch wie verhält es sich wohl, wenn ein Artikel aus Europa nach Nordamerika verkauft wird und der Käufer bei Paypal den Fall als Fälschung meldet? Um sich in solchen Fällen vor unnötigem Stress und Überrschungen zu schützen, scheint ein Verzicht auf das Zahlungsmittel Paypal nicht die schlechteste Empfehlung.



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