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Der Millionär Mitt Romney hat am Wochenende die erste Runde der republikanischen Vorwahlen gewonnen. Als Überraschungssieger aber wird der Katholik Rick Santorum bezeichnet, der Romney nur knapp unterlag. Der stockkonservative Anwalt und Fox-Kommentator hat aber seit Jahren ein Internet-Problem, das ihn nun wieder einholen könnte. Vor allem, wenn er tatsächlich Präsidentschaftskandidat der Grand Old Party werden sollte.

Das Problem begann mit einem Interview im Jahr 2003, in dem Santorum zum Thema "Homosexualität" befragt wurde. Seine Antwort lautet grob zusammengefasst, dass er nichts gegen Schwule hat. Nur auf Sex sollten sie verzichten, das (d.h. analer Verkehr, "sodomy") sei nicht ohne Grund in mehreren US-Bundesstaaten per Gesetz verboten. Was nebenbei gesagt der US Supreme Court kurze Zeit später für verfassungswidrig erklärte.

Solche und ähnliche Äußerungen machten Santorum aber zum Lieblingsfeind der schwulen Szene. Der schwule Autor Dan Savage rief beispielsweise seine Leser damals im Web zu einem Wettbewerb auf. Sie sollten eine sexuelle Handlung bestimmen, die man künftig per Defintion mit dem Namen des Politikers verbinden kann. Die siegreiche Definition beschrieb dann aber keine Handlung, sondern deren - äh - Ertrag.

Santorum ist demnach die "schaumige Mischung aus Gleitmittel und Fäkalien, die gelegentlich als Nebenprodukt analen Verkehrs entsteht".

Eine Geschmacklosigkeit, die Santorum bis heute verfolgt. Denn eine für die Definition eingerichtete Website wird nach wie vor von Google und Bing bei der Suche nach "Santorum" an vorderster Stelle ausgespuckt. Der Politiker Santorum machte zunächst Google dafür verantwortlich, dass diese Website überhaupt im Index erscheint. Wenn ein Demokrat so behandelt würde, hätte Google sich schon längst des Problems angenommen, meinte er.

Tatsächlich ist Google in ähnlich gelagerten Fällen schon aktiv geworden und hat im Januar 2007 die zuvor gefürchteten "Google Bombs" entschärft. Doch die glitschige Santorum-Definition ist keine Google-Bombe im eigentlichen Sinn. Es geht nicht (nur) um die gezielte Verlinkung eines Begriffs mit dem Ziel der Manipulation von Suchmaschinen-Ergebnissen. Auf der Website wird längst in umfangreicher Form politische Information geliefert. Seit letztem Jahr - nachdem Santorums Kandidatur bekannt wurde - wird sogar ein Blog unter der Definitions-Website geführt. Ein Eingreifen Googles oder Microsofts verbietet sich daher aus verfassungsrechtlichen Gründen.

Doch wie SEO-Experte Danny Sullivan ausführt, sind seo-technische Fehlentscheidungen des Santorum-Teams ebenfalls daran schuld, wenn die politische Ehrverletzung von den Suchmaschinen besser behandelt wird als die Websites der politischen Kampagne. Der potentielle Präsidentschaftskandidat setzt zwar das Internet für seine Kampagne ein, aber das geschieht teilweise so dilettantisch, dass ein besseres Ranking der Definitions-Website objektiv nachvollziehbar wird.

Doch das kann man vielleicht sogar als Teil der Botschaft an die Wählerschaft interpretieren. Denn Santorum präsentiert sich als eine Art Anti-Obama und handelt entsprechend. Obamas Wahlerfolg ist aber dem "liberalen" Internet geschuldet, was von konservativen Wählerschichten bis heute als eine Art Trickserei verstanden wird. Von daher wird Santorum durch die Schmutzkampagne bei diesen Wählern möglicherweise sogar Sympathien gewinnen. Das allerdings zu dem hohen Preis, sich in anderen Wählerkreisen lächerlich zu machen.



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