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06. Januar 2012
Posted in Internet News
Anlässlich der Konsumelektronik-Fachmesse CES in Las Vegas (10. bis 13. Januar) wird Google TV einen neuen Anlauf starten. Dieses Mal zwar ohne die Unterstützung von Logitech, aber dafür mit Geräten und Komponenten von LG, Marvell, MediaTek, Samsung, Sony und Vizio.
Trotz dieser - im Vergleich zum letzten Jahr - beträchtlichen Unterstützung durch die Hersteller ist es weiterhin fraglich, ob der Markt schon für Googles Fernsehpläne bereit ist. Eines der großen Probleme besteht weiterhin in der Zurückhaltung der Fernsehmacher und -distributoren. Doch die Branche kann es sich eigentlich nicht mehr erlauben, auf dem hohen Ross zu sitzen. Denn die flimmernde Welt des Fernsehens befindet sich in mehrfacher Hinsicht im Umbruch.
Auf den ersten Blick könnte man zwar meinen, die Position des Fernsehens sei gerade in den USA unverändert stark. Immerhin zeigten die letzten Studien, dass die Fernsehnutzung pro Kopf nochmals gestiegen ist. Aber im Detail zeigen sich Zerfallserscheinungen.
Das Beratungsunternehmen Deloitte belegt beispielsweise in seiner jährlichen Umfrage "zum Zustand der Mediendemokratie", dass die Bereitschaft zur Aufgabe des kostenpflichtigen "TV Service" (Kabel, Satellit etc.) insbesondere bei den jüngeren Verbrauchern steigt. Laut der letzten Umfrage haben 9% bereits die Dienstleistung gekündigt und weitere 11% denken noch darüber nach, "weil sie ihre bevorzugten Programme auch online sehen können". In der Altersgruppe der 23- bis 28jährigen sind das sogar 19%. Die TV Services, ihre eigenen Produktionen und die Ankäufe sind aber ein wichtiges Standbein der US-Fernsehindustrie.
Weitere Trends, die die Deloitte-Studien der vergangenen Jahre zeigen: Der Anteil der Zuschauer, die Fernsehen "live" sehen, sinkt. 2008 waren es noch 87%, 2011 nur noch 71%. Gleichzeitig steigt die Nutzung des digitalen Videorecorders: Von 28% im Jahr 2008 auf 35% im Jahr 2011. Kostenlose Fernsehdienste im Internet benutzen bereits 22% der Verbraucher. Fast ebenso viele (21%) sehen sich Shows direkt auf der Website der jeweiligen Sendung an.
Die Nutzung von on-Demand Angeboten oder Blue-Ray steigt zwar auch. Doch alle Daten weisen in die Richtung, dass die Nutzung des bisherigen "Nebenbeimediums" immer individueller und zielgerichteter erfolgt. Davon betroffen sind vor allen die TV Services, die beispielsweise als kostenpflichtige Kabelanbieter vor dem Problem schwindender Kundenzahlen stehen. Doch diese Unternehmen sind es auch, die Google TV bisher noch die kalte Schulter zeigen.
Die Frage ist nur, wie lange sie sich das noch erlauben können. Denn die auf Android aufbauenden Systeme bieten dem Zuschauer, was er offenbar sucht, größere Auswahl.
Was zunächst einmal Internet-Nutzung auf dem Fernsehgerät bedeutet und eben auch die Nutzung von Diensten wie YouTube. Ein Punkt, der für viele Couch-Kartoffeln ebenfalls wichtig sein wird: Bei Google TV übernimmt das Telefon die Rolle der Fernbedienung.
Und Google TV kann im Vergleich zu letzten Jahr mit einem weiteren Vorteil punkten: Inzwischen gibt es schon 150 Android-Anwendungen speziell für Google TV. Nicht eingerechnet die vielen anderen Anwendungen, die bereits für Android existieren und mit deren Hilfe ein Google TV etwa ohne zusätzliche Hardware zur Spielkonsole werden kann.
Weitere Vorteile wie die vereinfachte Aufnahme und Programmierung, die Suchfunktionen (wieder teilweise in Abhängigkeit von den EPG-Daten der Fernsehunternehmen) oder auch die einfachere Nutzung von DVD-Verleihdiensten wie Netflix runden das Bild ab: Google TV hat in diesem Jahr weit größere Chancen, vom Markt akzeptiert zu werden als noch vor 12 Monaten.
Das sehen wohl auch die Hardware-Hersteller so, denn Samsung plant für dieses Jahr bereits die Ausweitung des Angebots auf "verschiedene andere Länder". Und die Beteiligung des Chipset Designers MediaTek wird dafür sorgen, dass auch andere Hersteller sich für diesen Markt interessieren (können).
Wobei sich beispielsweise LG mit seinem angekündigten 3D HDTV-Gerät dafür entschieden hat, das eigene Linux-basierte LG Smart TV neben beziehungsweise zusammen mit Google TV zu lancieren. Dieses System soll - zusammen mit dem Internet-Zugangssystem NetCast - in 85 Ländern verfügbar sein. Der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wird es ebenfalls in der kommenden Woche in Las Vegas.
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