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Die Internet-Verwaltung ICANN in ihrem Lauf, halten weder US-Behörden noch Porno-Anbieter auf. Obwohl gerade die Einführung der Top Level Domain .xxx für Erwachseneninhalte nach jahrelanger Vorbereitung verschiedenste Defizite gezeigt hat, bleibt ICANN bei dem im letzten Jahr beschlossenen Plan, ab Donnerstag (12. Januar) Anträge für weitere neue TLDs zu akzeptieren .

Dass die US-Handelsaufsicht dringend zu einem langsameren Tempo bei dieser Ausweitung der Adressbereiche geraten hat, stört ICANN ganz offenbar nicht. Zu groß ist möglicherweise der Wunsch des Managements der Nonprofit-Organsiation, durch die pro Antrag fälligen 185.000 Dollar das eigene Budget aufzubessern. Bei geplanten 1.000 neuen TLDs pro Jahr wäre das eine durchaus verständliche Position.

Gleichzeitig wittert die in der ICANN vertretene Provider-Industrie in den TLDs neue Geschäfte. Denn jede neue TLD ist potentiell erst einmal Neuland, auf dem die Kunden ihre Claims abstecken können - und dann Jahr für Jahr dafür Miete zahlen. Das ist ein Geschäft, an dem die zentralen Registries der TLDs und ihre Wiederverkäufer, die Registrars (z.B. Provider) glänzend verdienen können. Vor allem, weil durch die scheibchenweise Einführung neuer TLDs ein Mechanismus entstanden ist, dessen Skalierbarkeit noch nicht in der Praxis ausgetestet wurde.

Gemeint ist damit die schon oft beschworene Furcht von Namensträgern und Markeninhabern vor dem Missbrauch ihres geistigen Eigentums, d.h. der Namen und Marken. Die Pläne der ICANN sehen zum Schutz vor solchem Missbrauch zwar verschiedene Mechanismen vor. Doch die Markeninhaber misstrauen den Beteuerungen und setzen lieber mit Defensiv-Registrationen auf Nummer sicher.

Vor diesem Problem hat in der vergangenen Woche sogar der stellvertretende Leiter der National Telecommunications and Information Administration, Lawrence Strickling, in einem Schreiben an die ICANN gewarnt (PDF-Dokument). Auch er forderte ICANN dazu auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, bevor es zu spät ist.

Doch von Seiten der ICANN heißt es nur, dass man die Kommentare und Empfehlungen des stellvertrenden NTIA-Chefs schätzt und genauer prüfen wird. Doch am beabsichtigten Fahrplan ändert sich nichts. Eine schon erstaunliche Reaktion, wenn man bedenkt, dass ICANNs Existenz an einen Vertrag mit der NTIA gebunden ist und ohne deren Rückendeckung vermutlich gar nicht mehr existieren würde.



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