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11. Januar 2012
Posted in Internet News
Die gestern von Google gestarteten "personal Results" - also die Einbindung von zeitnahen Ergebnissen aus dem individuellen Umfeld des Benutzers bei Google+ - stößt nicht nur auf Begeisterung. Besonders kritisch sieht man diese Entwicklung bei Twitter, meint AllThingsDigital und zitiert den Chef-Justitiar des Unternehmens mit den Worten, es sei "ein schlechter Tag für das Internet".
Wobei allerdings Twitter nach der weiteren Darstellung des Wirtschafts-Blogs an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig ist. Denn bis zum vergangenen Jahr hatte Twitter mit Google eine Vereinbarung getroffen, wonach die Suchmaschine einen Zugang zu einem "Spezial-Feed" Twitters erhielt, einem "Feuerwehrschlauch" der die neuen Tweets direkt an die Suchmaschine durchreicht.
Der Deal war zwei Jahre zuvor vereinbart worden und sollte es Google möglich machen, die "Echtzeit-Suche" ("Realtime Search") mit immer topaktuellen Tweets zu befüllen. Ein ähnliches Abkommen war zeitgleich mit Microsoft getroffen worden, wobei es dort um die "soziale Suche" bei Bing ging. Das Abkommen mit Google endete im Juli 2011 und wurde nicht verlängert. In Folge wurde die Realtime-Suche bei Google eingestellt. Das Abkommen mit Bing wurde dagegen verlängert und man kann vermuten, dass die Rolle dieses Feeds als Einnahmequelle für Twitter eine große Rolle spielte.
Doch nun kann Google die Suche aus den Updates der Benutzer von Google+ speisen und das macht Twitter wuschig. Bei Google dagegen kann man diese Aufregung nicht nachvollziehen. In einem "nicht in unternehmenssprecherisch" geschriebenen Antwortschreiben an die Adresse von AllThingsDigital heißt es:
"Wir sind ein wenig überrascht über Twitters Kommentare zu Search plus Your World, denn sie haben entschieden, das Abkommen mit uns im letzten Sommer nicht zu erneuern (http://goo.gl/chKwi) und seither haben wir ihre rel=nofollow Anweisungen befolgt”.
Wobei der letzte Halbsatz mit der Anweisung Twitters erklärt wird, die in Tweets enthaltenen Links zu Websites zu ignorieren, weil deren Einschluss nicht das Ranking der Websites bei Google beeinflussen soll. Womit vermutlich eher eine Schutzmaßnahme für Twitter vor Link-Spammern beabsichtigt war. Doch bei Google hat man die Anweisung nach dem Ende des Abkommens als Signal für das Ausfahren der kalten Schulter interpretiert und verzichtet nicht nur auf die Verfolgung von Links, sondern auch auf die Suche in Tweets. Obwohl den Bots der normale Zugang zu den Tweets abseits des Feuerwehrschlauchs nicht verwehrt wird.
Fragt man sich nun, was die Kritik Twitters auf der Appellebene (Wikipedia) zu bedeuten hat, so kann es sich nur um eine Aufforderung handeln, wieder mit Twitter einen Vertrag abzuschließen. Das wäre dann aber eine sehr ungeschickt verpackte Bitte.
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