Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
13. Januar 2012
Posted in Internet News
Microsoft hat schon wieder Gelegenheit, sich in aller Öffentlichkeit die Hände zu reiben. Das Unternehmen teilt in einer Presseinfo mit, dass nun auch Hersteller LG einen Lizenzvertrag mit Microsoft geschlossen hat, mit dem die Android-Nutzung ohne Verletzung von Patenten des Software-Unternehmens möglich wird: "Zusammen mit den 10 vorherigen Abkommen, die wir mit Android- und Chrome OS-Geräteherstellern wie HTC, Samsung und Acer schließen konnten, bedeutet dieses Abkommen mit LG, dass mehr als 70 Prozent aller in den USA verkauften Android Smartphones nun unter den Schutz von Microsofts Patent-Portfolio fallen.
Das heißt mit anderen Worten, dass Microsoft an 70% der Android-Verkäufe seiner Wettbewerber mitverdient. So stellt man sich den Konkurrenzkampf im Paradies vor.
Die PCWorld versucht das in Dollar-Zahlen zu übersetzen. Im vergangenen Jahr schätzte Goldman Sachs, dass Microsoft auf Grundlage der damaligen Vereinbarungen im Jahr 2012 etwa 444 Millionen Dollar an Zusatzeinnahmen verzeichnen wird. Jetzt, wo auch noch LG zu diesen Einnahmen beiträgt, dürfte also die halbe Milliarde zu knacken zu sein. Pro Gerät sind demnach 5 Dollar an Microsoft zu entrichten. Andere Schätzungen gehen von etwas höheren Beträgen aus. Wie viel auch immer es ist, gezahlt wird diese Microsoft-Steuer letztlich vom Verbraucher an der Kasse.
Für Microsoft werden diese Zusatzeinnahmen als willkommene Unterstützung des eigenen mobilen Betriebssystems zu sehen sein. Das Unternehmen will alleine in den USA 200 Millionen Dollar für das Marketing von Windows Phone ausgeben . Womit eine Art Werbe-Paradoxon geschaffen wird: Die von der Werbung beabsichtige Einstellungsänderung, mit der die bisherigen Android-Nutzer zu Windows Phone-Nutzern gemacht werden sollen, wird durch Android-Verkäufe finanziert.
Doch den Endsieg hat Microsoft damit immer noch nicht erreicht: Der wäre darin zu sehen, wenn Google selbst aufgrund der Motorola-Übernahme zur Zahlung von Lizenzgebühren gebracht werden könnte. Auszuschließen ist das keineswegs.
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