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17. Januar 2012
Posted in Internet News
Bei zwei kurz aufeinander folgenden Beobachtungen zweier ganz unterschiedlicher Online-Projekte taucht ein hässlicher Verdacht auf. Möglicherweise hat ein Vertragsnehmer Googles sich unfair verhalten, um die eigenen Geschäfte voranzutreiben, oder um die Geschäfte Googles zu schützen.
Im ersten Fall geht es um eine Art Gelbe Seiten-Projekt in Kenia, im anderen um OpenStreetMap. Bei dem kenianischen Projekt Mocality haben die Betreiber mit einfachsten Mitteln und bisher 100.000 Dollar Dollar an Investitionen ein Telefonverzeichnis für Unternehmen eingerichtet, weil es eine solche Adresssammlung bisher noch nicht gibt.
Das Verzeichnis ist bereits sehr umfangreich, doch nun sind den Betreibern zwei Dinge aufgefallen: Zum Einen haben externe IP-Adressen damit begonnen, Daten des Online-Verzeichnisses auszulesen. Zum Zweiten haben Firmen, die in dem Verzeichnis eingetragen sind, von merkwürdigen Anrufen berichtet. Zur Überprüfung dieser Vorgänge wurde bei den verdächtigen Datenabrufen eine manipulierte Telefonnummer ausgegeben, hinter denen sich jeweils eine Nummer von Mocality-Mitarbeitern verbarg. Die Mitarbeiter gaben vor, ein eigenes Unternehmen zu betreiben.
Tatsächlich wurden diese Rufnummern angerufen und Mitarbeiter von "Google Kenya" boten bei den Scheinfirmen von Mocality ihre Unterstützung an. Zum Beispiel bei der kostenpflichtigen Einrichtung von Websites. Auf die Frage, woher die Adressen stammen, folgt von den Anrufern meist ein Hinweis auf den "Google-Partner" Mocality.
Ein Zusammenhang mit dem Google-Projekt und Mocality-Konkurrenten "Getting Kenyan Businesses Online" scheint inzwischen gesichert und ein Google-Mitarbeiter hat sich inzwischen sogar bei Mocality entschuldigt. Viele Details der Vorgänge bleiben jedoch unklar.
Aber nun folgt ähnlich gelagerte Kritik von ganz anderer Seite. Bei OpenGeoData - dem Betreiber von OpenStreetMap - nimmt man Bezug auf die Vorkommnisse in Kenia und berichtet über auffällige Zugriffe auf die Datensammlung, bei denen sich die benutzten IPs Google zuordnen ließen. Bei diesen Zugriffen wurden Datensätze des Gemeinschaftsprojektes offenbar absichtlich gelöscht oder durch falsche Daten ersetzt.
Ebenso wie im Fall von Mocality ließen sich diese Spuren zu indischen Vertretungen Googles rückverfolgen. Die Schäden am Datenbestand scheinen dabei nicht unbeträchtlich zu sein, denn es ist von 17 missbräuchlich genutzten Konten die Rede, die über 100.000 Mal Zugriff auf die Daten nahmen.
Auch in diesem Fall zeigt sich Google über die Vorkommnisse unterrichtet. Man untersuche die Angelegenheit noch, heißt es. Man ist gespannt, wie die endgültige Erklärung lauten wird.
Im Fall von OpenStreetMap sollte das Interesse an Aufklärung besonders groß sein. Denn mit der zunehmenden mobilen Nutzung wird dieses Gemeinschaftsprojekt besonders interessant. Das frei zugängliche Kartenmaterial konkurriert direkt mit den Daten von Google Maps und damit auch mit den Werbeeinblendungen Googles.
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