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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Die Aktien des kanadischen Mobilfunkherstellers Research in Motion haben heute einen kurzfristigen Kurssprung von über 8% erlebt. Der Höhenflug erklärt sich durch Spekulationen Bloombergs, wonach Samsung sich für die Übernahme des kanadischen Konkurrenten interessiert. Ein Interesse, das laut der Bloomberg-Quelle BGR auf das Drängen des RIM-Managements zurückgeht. Doch die von RIM gestellten Forderungen seien noch zu hoch gewesen, meint das Blog ergänzend.

Bis jetzt lässt sich allerdings keine dieser Angaben bestätigen. Sicher scheint nur, dass das nächste Gerücht schon in der Mache ist, denn die Gelegenheit für solche Planspiele ist selten günstig. Kein Wunder, wenn Unternehmen wie RIM, die bis vor kurzem noch zu technischen Avantgarde gehörten, plötzlich nur noch Ladenhüter produzieren. Was eindeutig weniger an den Produkten als an den volatilen Neigungen der Kunden liegt.

Überhaupt scheint der ganze Markt im Umbruch befindlich. Was sich auch dadurch erklärt, dass dieser Markt derzeit von einem veritablen Krieg geprägt wird: Apple ist wild entschlossen, das Erbe von Steve Jobs in jeder Hinsicht anzutreten. Der sah in Googles kostenlosem Betriebssystem und in den Android-Geräten eine nicht hinnehmbare Nachahmung von Apples Entwicklungen. Daher wollte der Ausnahme-Manager das feindliche Android vernichten, was jetzt auch die Absicht Apples ist.

Zu den ersten Opfern dieses Krieges zählt aber erstaunlicherweise keiner der angeblichen iPhone-Piraten, sondern RIM. Ein Hersteller, der sich weniger mit Design als vielmehr mit einem besonders hohen Sicherheitsanspruch von der Konkurrenz abzuheben wusste. Jetzt aber muss RIM damit rechnen, an den Höchstbietenden verramscht zu werden. Wobei neben Samsung sicher bald auch andere Interessenten gehandelt werden.

Als potentieller Freier kommt schließlich sogar Microsoft in Frage. Steve Ballmers Unternehmen ist zwar schon fest mit dem finnischen Unternehmen Nokia liiert. Doch da man die Finnen zwar assimiliert, aber nicht durch Übernahme einverleibt hat, wären kartellrechtliche Bedenken vermutlich auszuschließen. Die Entscheidung für ein Konkubinat mit Nokia war damit möglicherweise ein ganz besonders schlauer Schachzug Microsofts.

Ob die Pläne des Software-Herstellers aber wirklich in diese Richtung gehen, scheint doch fraglich. Schließlich wäre für Microsoft auch die Übernahme Motorolas möglich gewesen. Diesen Deal hat Microsoft jedenfalls Google überlassen. Wobei aber auch eine Rolle spielen mag, dass Motorola außer Patenten nicht sehr viel zu bieten hatte. Zumindest in dieser Hinsicht liegen die Verhältnisse bei RIM doch etwas anderes.



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