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Jerry Yang, der Gründer von Yahoo, verlässt (Pressemitteilung) überraschend seine Vorstandsposten bei Yahoo, Alibaba sowie bei Softbank und macht damit höchstwahrscheinlich den Weg für einen Neuanfang bei dem US-Unternehmen frei - oder für einen geordneten Ausverkauf seines Unternehmens.

Was auch immer von Beidem zutrifft, der Börsenkurs seines Unternehmens macht nach der Mitteilung erst einmal einen Satz von fast 3% nach oben. Dabei haben wahrscheinlich nur wenige Investoren auch nur eine vage Idee, wohin die Reise für Yahoo geht.

Aus Sicht des durchschnittlichen Internet-Nutzers ist der Dienst ohnehin kaum mehr der Rede wert. Dabei galt Yahoo lange Zeit als eines der wichtigsten Online-Unternehmen überhaupt. Vor wenigen Jahren wurde in Yahoo zwar noch das Potential gesehen, im Bereich der Suchmaschinen mit Google zu konkurrieren. Doch eine Übernahme durch Microsoft, die diesem Ziel hätte dienen können, wurde von Yang vereitelt.

Seine Nachfolgerin Carol Bartz wiederum verhökerte die Suchfunktionen in einem Vertrag, der für Microsoft wesentlich günstiger und weitgehend frei von Risiko war. Ohne nennenswerte Anstrengungen ist Microsoft inzwischen die Nummer zwei auf dem Suchmaschinenmarkt. Kein Wunder, denn Yahoo dient nur noch als Reklameoberfläche - mit Yangs Einverständnis oder gegen seinen Willen?

Unter der Ägide von Bartz gelang es wiederum dem chinesischen Unternehmen Alibaba, Yahoo als Eigentümer so gut wie kaltzustellen. Ein Unternehmensteil von Alibaba wurde abgetrennt, obwohl Yahoo 40% der Alibaba-Aktien besitzt. Und Yang, der sowohl einen Vorstandsposten bei Yahoo als auch bei Alibaba besetzt, hat diese kalte Enteignung ebenfalls gewähren lassen - oder nicht wahrgenommen, was vermutlich noch schlimmer wäre.

Nun sitzt seit Neuestem ein Mann auf dem Chefposten bei Yahoo, der in jeder Hinsicht mit Überraschungen verbunden ist. Gemeint ist Scott Thompson, dessen früherer Arbeitgeber eBay erst in letzter Sekunde davon erfahren hat, dass der Chef des inzwischen strategisch wichtigsten Unternehmensteils Paypal zum CEO von Yahoo wird.

Thompson wird nun bei Yahoo an der wichtigsten Stelle sitzen, wenn es um einige grundsätzliche Entscheidungen geht. Denn Alibaba-Chef Jack Ma, dessen Unternehmen inzwischen rund doppelt so viel wert (hinsichtlich der Marktkapitalisierung) ist wie Yahoo, würde gerne die 40% Anteile von Yahoo zurückerhalten - und schließt wohl auch die Möglichkeit nicht aus, zu diesem Zweck ein Konsortium zu bilden, dessen Ziel die (feindliche?) Übernahme von Yahoo insgesamt ist.

Yang scheint bisher zu keiner Entscheidung bereit gewesen zu sein, die dies ermöglichte oder verhinderte. Dafür scheint der "Neue" als Chef von Paypal schon seine Erfahrungen mit Alibaba gemacht zu haben. Denn Paypal war bis zum vergangenen Jahr ein enger Partner von Alibaba und beide schienen ein regelrechtes "Dream-Team" zu sein. Denn Paypal macht es beispielsweise möglich, dass US-Powerseller sich direkt bei Alibaba mit billigen chinesischen Artikeln versorgen, mit Paypal sicher bezahlen, bei eBay verkaufen und im Idealfall nicht einmal mit dem Handelsgut in Berührung kommen.

Doch im vergangenen Sommer platzte diese Partnerschaft dann plötzlich und ohne nachvollziehbare Begründung. Keiner wird die Hintergründe besser kennen als Thompson Und jetzt, gerade eine gute Woche nach Amtsantritt von Thompson tritt Yang von seinem Vorstandsposten bei den zwei beziehungsweise drei wichtigsten Unternehmen zurück, die an diesem gesamten Spannungsfeld beteiligt sind, das über die Zukunft Yahoos entscheidet.

Das lässt bisher nur eine grobe Vorahnung zu: Was auch immer mit Yahoo in Zukunft geschieht, es wird eher früher als später kommen. Und man sollte vom neuen Chef des Unternehmens keine sentimentale Loyalität erwarten - wie sie Yang nachgesagt wird.



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