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Google stellt seine Quartalszahlen vor, verfehlt damit aber die Erwartungen der Analysten. Die Abweichungen zwischen Prognose und Realität sind gar nicht so groß und insgesamt kann Google mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Immerhin wurde erstmals die 10 Milliarden Dollar-Hürde bei den Einnahmen überwunden. Und die Entwicklung auf dem Geldmarkt ließ die Gewinne bescheidener erscheinen, als sie tatsächlich waren. Doch die Investoren reagierten nachbörslich sehr deutlich und werteten die Aktie zeitweise bis zu 10% ab.

Das ist heftig, es geht hier schließlich nicht um einen hoch volatilen Penny-Stock. Doch die übertrieben scheinende Reaktion ist vielleicht durch tiefere Ängste der Investoren zu erklären. Es ist schließlich noch kein Jahr her, dass der eher windschnittige Vorzeige-Chef Eric Schmidt durch den weit weniger glatt polierten Larry Page ersetzt wurde.

Dieser, eher Techniker als Manager, hat den Investoren damals erst einmal mitgeteilt, dass er keine Angst vor Ausgaben (z.B. Einstellungen) hat. Investoren haben diese Angst aber schon. Dann folgte die Umstrukturierung des Unternehmens, an der man auch die neue Bedeutung der sozialen Netzwerke erkennen konnte - die es bei Google noch gar nicht gab. Zwischenzeitlich entwickelte sich das Geplänkel mit Apple zu einem veritablen Patent-Krieg. Und Google sah sich genötigt, zur Aufrüstung des eigenen Patent-Arsenals Motorola zu übernehmen. Ein Unternehmen, das nicht zu den Top-Performern zählt und für die Eingliederung bei Google gänzlich ungeeignet ist, um es noch ganz vorsichtig zu sagen.

Und nun folgt auch noch eine Enttäuschung der Analysten-Erwartungen, wobei man es Google wohl besonders übel nimmt, dass der Kennwert "Cost-per-Click" um 8% gesunken ist. Das wird von Google zwar mit Änderungen an den Werbe-Produkten erklärt und als wenig relevant, solange die Werbeeinnahmen insgesamt zunehmen.

Doch es geht hier um eine der wichtigsten Maßzahlen für die Haupteinnahmequelle Googles. Daher wurde bei der Vorstellung der Bilanz auch immer wieder nach diesem Wert gefragt. Bis Page irgendwann halb scherzhaft zu den Analysten meinte, sie sollten jetzt bitte keine Fragen zum CPC mehr stellen. Woraufhin eine weitere Frage zum CPC gestellt  wurde.

Aber das ist wie gesagt auch verständlich und es wird die Investoren brennend interessieren, ob die zunehmende Verlagerung des Werbegeschäftes in den mobilen Bereich zu weiter sinkenden CPC-Werten führen kann Angesichts einer viertel Milliarde Android-Geräte könnten erste Auswirkungen schließlich allmählich spürbar werden.

Vor diesem Hintergrund wird klarer, wieso die Börse so hart auf Googles Ergebnisse reagiert, obwohl sie gar nicht so schlecht sind. Man hat an der Wall Street zur Zeit einfach nicht das Vertrauen in Google, wie man es früher schon einmal hatte.

Google befindet sich im Wandel und möglicherweise wandelt sich das Geschäft mit der Werbung gleich mit. Um aber an der Börse erfolgreich zu bleiben, muss Google bald auch wieder richtig gute Ergebnisse vorlegen. Womit gute Bilanzdaten gar nicht gemeint sein müssen.

Es wäre schon gut, wenn sich beispielsweise Google+ zum Renner entwickelte, wenn sich Motorola nicht nur als Patentlieferant bewähren würde, oder wenn Google Chrome einen so hohen Marktanteil erreichen könnte, dass Zahlungen an die Mozilla-Stiftung überflüssig werden. Dann könnten auch die CPC-Werte kurzfristig etwas nachgeben, ohne die Investoren in Panik zu versetzen.



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