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25. Januar 2012
Posted in Internet News
Am Montag veröffentlichte Wikileaks eine "von Julian Assange autorisierte" Pressemitteilung, wonach der Gründer der Organisation im März eine eigene TV-Show starten wird. Als Gastgeber dieser Show will er "Politiker, Denker und Revolutionäre aus der ganzen Welt" einladen, um mit ihnen über das Thema der Sendung diskutieren. Es soll in der auf auf 10 Episoden angesetzten Serie um "die Welt von Morgen" gehen.
Aus deutscher Sicht ist diese Ankündigung kaum von Interesse, denn die Sendung scheint für ein amerikanisches Publikum gedacht. Doch die Zeitschrift Forbes hegt aus US-Persektive nachvollziehbare Zweifel an der Wikileaks-Ankündigung. Zum Einen, weil Assange in der Vergangenheit kein besonders glückliches Händchen beim Umgang mit führenden Medien zeigte und keine nennenswerte Erfahrung als Hostmaster einer Show hat.
Zum Anderen, weil in der Pressemitteilung der Mail-Kontakt ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) einer Produktionsfirma genannt wird, die bisher vollkommen unbekannt ist. Auch die Domain der Firma Quick Roll Productions wurde erst vor wenigen Tagen registriert und der gesamte Webauftritt besteht aus zwei spärlich bestückten HTML-Templates. Kein Name, keine Adresse, keine Telefonnummer.
Dennoch gibt Wikileaks in der Pressemitteilung an, dass bereits Ausstrahlungsverträge ("Licensing Commitments") für ein 600 Millionen Publikum eingeworben werden konnten. Das alles wäre möglicherweise so zu erklären, dass hinter dieser Strohmann-Domain ein bereits etabliertes Unternehmen steht, das öffentlich (noch) nicht mit Assange in Verbindung gebracht werden möchte.
Doch auch das klingt wenig wahrscheinlich. Der Kontakt zu Assange wird sich kaum verheimlichen lassen und es wäre gerade für ein US-Unternehmen in diesem Fall ratsam, eher die Öffentlichkeit zu suchen, als sie zu vermeiden. Denn Assange gilt in den USA als Straftäter und man kann mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass jeder Geschäftspartner ebenfalls mit Problemen rechnen könnte. Ebenso wie als sicher gelten kann, dass jedes Geldgeschäft mit dem Wikileaks-Macher eine genaueste Prüfung erfahren würde.
Außerdem wird dazu aufgefordert, über die Mail-Adresse Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen, wenn man als TV-Unternehmen ebenfalls Interesse an Lizenzrechten hat. Doch die Aufnahme eines geschäftlichen Kontakts, auf den Wikileaks offenbar hofft, ist ohne Kenntnis der wahren Identität von Quick Roll Production absolut unrealistisch.
Es bleibt damit im Dunkeln, was hinter der Ankündigung tatsächlich steckt. Beziehungsweise, ob es überhaupt ein ernsthaftes Vorhaben dieser Art gibt.
Update: Der englischsprachige Sender Russia Today aus Moskau gibt jetzt an, die internationalen Rechte an Assanges Sendung übernommen zu haben. Die Firma Quick Roll wird nicht erwähnt. Die Sendungen sollen alle an Assanges jetzigem Aufenthaltsort in Großbritannien aufgenommen werden. Die erste Folge wird eine Woche vor der Verhandlung vor dem Supreme Court aufgezeichnet. Ob danach in Schweden weiter gedreht wird, bleibt abzuwarten. Unbekannt bleibt auch, wie viel Geld Assange von RT für die Rechte erhalten hat.
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