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31. Januar 2012
Posted in Internet News
Seit einigen Tagen werden Meldungen verbreitet, wonach die bei MegaUpload gespeicherten privaten Inhalte am Donnerstag (2. Februar) zwangsweise gelöscht werden sollen. Jetzt berichtet CNet, dass die Hosting Provider des auf US-Betreiben hin ausgehobenen Filehosters einer Fristverlängerung von zwei Wochen zugestimmt haben, um eine Lösung mit der US-Justiz zu ermöglichen.
Man sollte dabei zunächst darauf hinweisen, dass dieses gesamte Thema möglicherweise von den Medien übertrieben dargestellt wird. Anwender, die eine Löschung ihrer Daten befürchten, werden in den Berichten nicht identifiziert. Nachprüfbar ist einzig, dass Ira Rothken - der neue MegaUpload-Anwalt, nachdem der frühere Anwalt wegen nicht konkretisierter Interessenkonflikte das Mandat abgelehnt hat - ein Schreiben der US-Justiz erhielt. Darin wurde darauf hingewiesen, dass eine Löschung der Server-Daten möglich ist.
Die Begründung hierfür ist aber einfach: Es geht um die Daten, die auf den Festplatten von vielen hundert gemieteten Servern in den USA, Kanada und den Niederlanden gespeichert waren. Diese Rechner werden nach Abschluss der Ermittlungen wieder der Kontrolle durch MegaUpload unterstellt. Weil aber unwahrscheinlich ist, dass MegaUpload die laufend entstehenden Kosten der Server tragen wird, beziehungsweise kann, steht eine Aufhebung der Verträge an.
Die auf den Servern gespeicherten Uploads der MegaUpload-Nutzer stehen damit in Gefahr, gelöscht zu werden. Wobei sich jedoch die Frage stellt, in welchem Umfang private Dateien, die kein Urheberrecht Dritter verletzen, auf den MegaUpload-Rechnern gespeichert sind. Laut Klageschrift wurden die hochgeladenen "Raubkopien" etwa von Kinofilmen jeweils nur ein einziges Mal gespeichert. Dubletten wurden erkannt und vermieden. Dateien wiederum, die mangels Interesse der Anwender nicht abgerufen wurden,.hat man nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne gelöscht. Eine Angabe über die Zahl der Dateien wird auf Grundlage dieser Angaben jedoch nicht erkenntlich.
Nichtsdestotrotz spricht TorrentFreak von "Hundertausenden, vielleicht Millionen" Dateien. Doch Quellen für diese Angabe werden nicht genannt.
Es sollte aber ohnehin nicht nur interessieren, ob private Daten gegen den Willen der Besitzer gelöscht werden. Man sollte auch die Frage stellen, ob hier eventuell Beweismaterial gelöscht wird - was eventuell sogar im Sinne der Benutzer von MegaUpload wäre, sofern sie dort Inhalte rechtswidrig eingestellt haben.
Doch in dieser Hinsicht darf sich keiner der Betroffenen Illusionen hingeben. Schon in der ersten Pressemitteilung des US-Justizministeriums wurde angegeben, dass die insgesamt 20 Durchsuchungen in acht Ländern auch gezielt die Hosting-Provider betrafen. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass dabei keine Daten gesichert wurden. Sei es durch die Erstellung von Kopien oder durch die Beschlagnahmung der Datenträger.
Wer also Daten hochgeladen hat, um etwa die von MegaUpload ausgelobten Belohnungen zu erhalten, wird also auch weiterhin unruhige Nächte haben.
Es wird in diesem Zusammenhang oft auch die Möglichkeit in den Raum gestellt, dass die MegaUpload-Betreiber gerade diese Anwenderdaten verschlüsselt abgelegt haben. Doch dieses Argument kann nur beruhigen, wenn man an die Integrität des Unternehmens und insbesonderes des Firmenchefs Schmitz glaubt. Aber dazu gab dieser in der Vergangenheit wenig Anlass.
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