Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
01. Februar 2012
Posted in Internet News
Der "Hoge Raad", das höchste Gericht der Niederlande, hat die Verurteilung von zwei jungen Männern bestätigt, denen der Diebstahl beziehungsweise der Raub virtueller Güter angelastet worden war. Die zur Tatzeit 14 beziehungsweise 15 Jahre alten Täter sollen einen damals 13jährigen mit Gewalt gezwungen haben, eine virtuelle Maske sowie ein Amulett des Spiels Runescape herauszugeben.
Die Täter hatten ihr zuvor dazu gezwungen, sie mit nach Hause zu nehmen. Dort schlugen und traten sie das Opfer, bis dieser sich am Computer einloggte und die geforderten Spielelemente freigab ("fallen ließ"). Einer der Täter, der ebenfalls das Spiel benutzte, hat die Gegenstände dann später seinem eigenen Konto einverleibt.
Das Eigentumsdelikt in Verbindung mit der Anwendung körperlicher Gewalt wurde strafrechtlich als Raub eingestuft. Um aber das mögliche Strafmaß zu senken, hatte der Verteidiger behauptet, es habe sich nicht um ein Eigentumsdelikt gehandelt. Die beiden virtuellen Spielelemente seien kein Eigentum. Maske und Amulett seien nicht greifbar und nicht-materiell sowie im Unterschied zu Elektrizität ohne Wert.
Doch das Gericht blieb bei der Einschätzung der vorherigen Instanzen, weil die beiden Gegenstände für den 13jährigen wegen der dafür aufgewendeten Zeit und Energie einen intrinsischen Wert darstellten. Als Strafe für den Raub sollen die beiden Täter nun jeweils 144 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
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