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Auch in Schweden gab es heute einen wichtigen Gerichtsbeschluss: Das höchste Gericht des Landes, der "Högsta Domstolen", hat den Revisionsantrag von Gottfrid Svartholm, Peter Sunde, Fredrik Neij und Carl Lundström abgewiesen. Womit nun voraussichtlich die zuvor gefällten Urteile rechtskräftig werden und den Beklagten Geld- sowie Haftstrafen drohen.

Bei der ersten Verurteilung bedeutete dies noch ein Jahr Freiheitsstrafe für jeden der Beteiligten sowie eine Geldstrafe von zusammen 30 Millionen Kronen. Im Rahmen der Berufungsverhandlung wurde die Haftstrafe des Geldgebers Lundström auf vier Monate verkürzt, die von Sunde auf 8 Monate und die von Neij auf 10 Monate. Dafür wurde die Geldstrafe auf insgesamt 46 Millionen Kronen erhöht. Das sind heute "gerade noch" 5,17 Millionen Euro. Für Svartholm, der keine Berufung beantragte, hat das Urteil aus erster Instanz Bestand.

Die Enttäuschung auf Seiten der Piraten, wie sie in einem Schreiben des Sprechers Sunde zum Ausdruck kommt, ist verständlich. Ob nun aber tatsächlich ein Haftantritt droht, scheint noch fraglich. Das Piraten-Blog TorrentFreak jedenfalls sieht die Chance, dass die Haftstrafen - wie bei länger zurückliegenden Straftaten angeblich üblich - reduziert oder aufgehoben werden.



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