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Liest man heute, was die deutschen Mainstream-Medien über die gestrige Ablehnung des Revisionsantrags im Fall ThePirateBay.org zu berichten haben, dann könnte man fast meinen, in den Schlagzeilen schwinge ein wenig Genugtuung oder Schadenfreude mit.

knast

Die Gründer des Dienstes "müssen ins Gefängnis", sie "wandern" dorthin, oder müssen gar "in den Knast". Diese Möglichkeiten sind zwar alle nicht ganz auszuschließen, doch bisher spricht nichts dafür, dass wirklich eine Inhaftierung erfolgt.

Peter Sunde (aka Brokep), in den letzten Jahren oft, aber nicht immer offizieller Sprecher der Piraten, erwähnt das Thema Haftantritt in seinem Blog beispielsweise mit keinem Wort. Das Piraten-Blog TorrentFreak, das immer über beste Informationen aus Piratenmund verfügt, hält eine Aussetzung der Haftstrafen für möglich. Zur Begründung wird auf eine Kann-Regelung verwiesen, wonach bei länger als 5 Jahre zurück liegenden Straftaten ein Jahr von der Haftstrafe abgezogen wird. Was für alle Beklagten den Wegfall der Haft bedeuten würde. Im immer noch sehr liberalen schwedischen Strafvollzug könnten aber auch noch ganz andere Regelungen zur Anwendung kommen.

Allerdings weist schon TorrentFreak darauf hin, dass Sunde und Fredrik Neij gar nicht mehr in Schweden leben. Im Blog von ThePirateBay heißt es sogar, dass sich "alle früheren Admins" im Ausland befinden: "Unsere 3 Freunde und Blutsbrüder wurden zu Haftstrafen verurteilt. Das klingt schlimmer als es ist. Da keiner von ihnen mehr in Schweden lebt, werden sie auch nicht ins Gefängnis gehen".

Unter Blutsbrüdern kann man sicher davon ausgehen, dass der Informationsfluss auch weiterhin glänzend funktioniert, und dass diese Angabe gewissermaßen aus erster Hand stammt. Auch wenn man nicht weiß, wer diese heutigen Admins eigentlich sind. Denn die drei Beklagten behaupten zwar schon seit Jahren, dass ThePirateBay gar nicht mehr in ihrem Besitz ist, sondern nach der Weitergabe an einen großen Unbekannten von einer noch mysteriöseren Firma "Reservella" übernommen worden ist.

Doch niemand kennt diesen ominösen Inhaber der Piratenbucht und erst recht nicht die neuen Betreiber. beziehungsweise Administratoren. Leider hat das die drei Piraten sowie ihren kurzzeitigen Partner, den wohlhabenden Industriellen und Rechtspopulisten Carl Lundström nicht vor einer Verurteilung geschützt. Vielleicht weisen aber die vor Jahren angestellten Recherchen von Ars technica ja in die richtige Richtung und zwar auf die Seychellen.

Dann bestünde für die drei zur Haft verurteilten Piraten ja die Chance, sich bei dem nun anstehenden Daueraufenthalt außerhalb Schwedens von Reservella ein wenig unter die Arme greifen zu lassen. Dort dürfte ja auch das Geld gelandet sein, das nach den Ermittlungen von ThePirateBay zwar eingenommen wurde, aber über das die drei Schweden nicht verfügen.

Ein wenig Solidarität sollte man von Reservella jedenfalls schon erwarten können, wo Frederik Neij doch immer noch die Domain ThePirateBay.org auf seinen Namen angemeldet hat. Auch die Domain ThePirateBay.se, auf die seit gestern umgeleitet wird, ist hilfsweise auf ein bekannt klingendes NIC Handle (fredri4218-37643) eingetragen.

Und es wird ja wohl niemand ernsthaft glauben, dass die verurteilten Piraten auch heute noch für den Betrieb der Piratenbucht verantwortlich sein könnten. Oder?



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