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06. Februar 2012
Posted in Internet News
Vor ziemlich genau einem Jahr hat Rupert Murdochs News Corp. mit "The Daily" die erste iPad-Zeitung weltweit vorgestellt. Ein gewagtes Experiment, das sich Murdoch gemeinsam mit Steve Jobs ausgedacht haben soll. Grund genug für die New York Times, die Entwicklung des Projektes zwölf Monate später unter die Lupe zu nehmen.
Für die Berichterstatter aus der Welt der Medien-News ist der Bericht der Zeitung ein Indiz für das Scheitern des Experiments. Allerdings waren es die selben dauerüberhitzten Propheten, die vor einem Jahr in Apples iPads und The Daily die Rettung für eine im Niedergang befindliche Welt der Print-Medien sahen.
Nüchtern betrachtet ist nach einem Jahr erst einmal festzustellen, dass es The Daily heute noch gibt, und dass die Zeitung nach wie vor im kostenpflichtigen Abo angeboten wird. Immerhin 100.000 Leser zahlen entweder 0,99 Dollar wöchentlich oder 39,99 Dollar jährlich für das Abo. Das ist nicht genug, um die 500.000 Dollar aufzubringen, die Murdoch alleine für eine Redaktion mit 100 Mitarbeitern kalkulierte. Erst recht nicht, da inzwischen eher 150 Menschen an der Entwicklung der iPad-Zeitung mitarbeiten.
Doch die Einnahmen aus den Abos sollen in etwa gleicher Höhe durch Werbeeinnahmen ergänzt werden. Womit sich The Daily nach Einschätzung der NY Times auf dem besten Wege befindet, innerhalb der ersten fünf Jahre den Break Even zu erreichen. Also innerhalb einer Zeitspanne, die man auch bei einer gedruckten Zeitung für die Markteinführung ansetzen würde.
Für eine Zeitung, die aufgrund verschiedener Blockaden und Vorurteile seitens des Verlags beziehungsweise des Verlegers nur eingeschränkt auf dem Markt agieren kann, ist das ein sehr beachtliches Ergebnis. Vor allem, weil The Daily seine Leser bisher fast nur in der Apple-Welt gewinnen konnte. Denn erst kürzlich wurden erste Versionen des "iPad-only" Mediums für "ausgewählte" Android-Tabs vorgestellt.
Weniger dogmatisch vorbelastete, flexiblere Medienkonzepte könnten also durchaus erfolgreicher sein, auch wenn sie sich nur an einem sehr neuen und noch wenig verbreiteten Geräteformat wie dem Tablet orientieren. Zum "Retter" einer ganzen Branche taugt das Konzept zwar ganz sicher noch nicht. Doch neue Projekte werden nach den bisherigen Erfahrungen von The Daily den Sprung ins kalte Wasser nicht mehr gar so sehr fürchten müssen. Es gibt den zahlenden Leser auch im Umfeld der neuartigen, mobilen Geräte. Man sollte ihn nur nicht auf die Nutzung eines bestimmtes Betriebssystems festlegen wollen.
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