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08. Februar 2012
Posted in Internet News
David Miller, US-Fachanwalt für Steuerangelegenheiten, schlägt in einem Kommentar für die New York Times die Besteuerung nicht-realisierter Aktienoptionen als möglichen Ausweg aus der Finanzkrise der USA vor. Die gibt es nämlich auch, selbst wenn in den US-Medien meist nur von der Euro-Krise die Rede ist. Doch auch der hoch verschuldete US-Staatshaushalt hätte zusätzliche Einnahmen dringend nötig und daher zeigt Miller am Beispiel des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, wie der Staat an diese Einnahmen kommen könnte.
Miller stellt dazu einen Vergleich zwischen Zuckerberg und Lady Gaga an, weil Letztere im vergangenen Jahr meinte, sie könne ihre Steuererklärung angesichts der hohen Forderungen nur sturzbesoffen unterzeichnen. Was durchaus verständlich ist. Bei geschätzten Einnahmen von 90 Millionen Dollar im Jahr 2010 muss Lady Gaga Steuern in Höhe von mindestens 30 Millionen Dollar und vermutlich sogar mehr als 45 Millionen Dollar zahlen.
Zuckerberg dagegen wird nach dem Börsengang vermutlich über ein Aktienvermögen von 28 Milliarden Dollar verfügen, wovon er laut Berichten Optionen im Wert von 5 Milliarden Dollar realisieren möchte. Das heißt, er wird Aktien in dieser Höhe erhalten, verkaufen und damit in den Augen der Finanzbehörde einen Gewinn erzielen, der dem Wertanstieg der Aktien seit Erteilung der Optionen entspricht. Was für Zuckerberg voraussichtlich die Zahlung von 2 Milliarden Dollar an Steuern bedeutet und ihn vielleicht sogar zum größten US-Steuerzahler aller Zeiten macht. Für die ihm verbleibenden 23 Milliarden Dollar an Aktienoptionen muss er dagegen keine Steuern zahlen. Obwohl dieser nicht realisierte Gewinn von jeder Bank als Sicherheit akzeptiert wird.
Als Beispiel hierfür nennt Miller den Oracle-Chef Lawrence Ellison, der seine Optionen mit 1 Milliarde Dollar beliehen hat, um sich von dem Geld eine riesige Yacht zu kaufen. Augenscheinlich zahlte Ellison lieber Zinsen an die Bank als Steuern an den Staat. Womöglich konnte der Kredit sogar steuerlich geltend gemacht werden.
Ähnlich ging auch Steve Jobs mit seinen Optionen um, denn er hat keine einzige der "Stock Options" realisiert, die er im Jahr 1997 bei seiner Rückkehr zu Apple erhielt. Seine Witwe erbte damit Aktienoptionen von Apple im Wert von 2 Milliarden Dollar, muss dafür aber im Fall der Realisierung nur die Differenz zwischen dem Tageskurs zum Zeitpunkt von Jobs' Tod und dem Wert bei der Realisierung versteuern. Allerdings sollte man dazu erwähnen, dass Jobs als CEO auch auf ein Gehalt von Apple verzichtete und sich mit einem symbolischen Dollar zufrieden gab.
Doch Steuern auf Gehälter sind auch nicht Millers Problem. Das Problem sind vielmehr die Aktienoptionen der Superreichen, die zwar werthaltig sind und als Grundlage von Geldgeschäften dienen können, die aber an der Steuer vorbei existieren. Sollte die von ihm vorgeschlagene Zuckerberg-Steuer auf nicht-realisierte Optionen eingeführt werden, dann müsste beispielsweise Warren Buffet statt 6 Millionen Dollar Steuern für das Jahr 2010 satte 1,2 Milliarden Dollar an das Finanzamt zahlen.
Die erwartbaren Steuermehreinnahmen in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar würden nicht nur alle Sparmaßnahmen etwa des US-Militärs erübrigen, sondern auch die von Präsident Obama vorgeschlagen Steuerreformen überflüssig machen. Die Mittelklasse und sogar die Reichen blieben von Steuererhöhungen unbehelligt. Nur die Superreichen würden zur Kasse gebeten.
Ob der Steueranwalt aber wirklich glaubt, dass dieser Vorschlag in den USA eine Chance hätte? Die Aussichten dafür dürften eher schlecht stehen, denn die Superreichen haben auch einen extremen Einfluss auf de Politik. Und vermutlich würden sich sogar die Ärmsten unter den Tea Party-Protestanten dafür einsetzen, diese Steuer zu verhindern, weil sie nicht möchten, dass die Unternehmer für ihre Leistungen bestraft werden.
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