Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
08. Februar 2012
Posted in Internet News
Es ist nicht überraschend, dass Google Anwenderdaten sammelt. Doch jetzt sollen sie erstmals Geld dafür bekommen: 25 Dollar pro Nase werden in Form von Amazon-Geschenkgutscheinen an Anwender verteilt, die sich freiwillig zur Teilnahme am Screenwise Panel melden.
Fünf Dollar gibt es als Kopfgeld nach der Installation der Browser-Erweiterung "Screenwise", weitere fünf Dollar für jedes Vierteljahr der Teilnahme bis zur Vollendung eines ganzen Jahres. Als Bedingung für die Teilnahme wird verlangt, dass der Anwender mindestens 13 Jahre alt ist, über ein Google-Konto verfügt und den Chrome-Browser benutzt.
Doch welche Daten sollen gesammelt werden und wozu dient der ganze Aufwand? Darüber macht Google wie üblich keine Angaben. Sieht man davon ab, dass die Teilnehmer "uns dabei helfen werden, die Produkte und Dienste von Google zu verbessern eine bessere Online-Erfahrung für jedermann zu schaffen". Ein Satz, den man offenbar gar nicht oft genug von sich geben kann.
Über den Sinn und Zweck der Bekanntgabe darf also spekuliert werden. Bei SearchEngineLand entscheidet man sich gegen Spekulationen und für Kritik: Der Zeitpunkt der Ankündigung des Projektes konnte demnach nicht unglücklicher gewählt werden. Gerade jetzt, wo Google wegen der Neuordnung seiner Datenschutzrichtlinien unter Beschuss steht, ein solches Vorhaben. Da ist der Ärger vorprogrammiert.
Doch wie immer kann man den Zusammenhang auch ganz anders konstruieren: Gerade jetzt, wo man Google den Vorwurf macht, mit einer neuen, vereinheitlichten Datenschutzerklärung noch mehr an Daten sammeln zu wollen, kann der Aufbau einer bezahlten Stichprobe für die Dauerbeobachtung doch nur Eines bedeuten: Google sammelt gar keine Unmengen an Daten. Das Unternehmen ist vielmehr bereit, die Anwender mit Geldgeschenken dazu zu bringen, ihre wertvollen Daten preiszugeben.
Also: Entwarnung, liebe Mitglieder der Presse. Google ist rehabilitiert. Die angebliche Datenkrake muss für Versuchskaninchen genauso zahlen, wie alle anderen Unternehmen, die Marktforschung betreiben.
Ist es nicht zumindest eine faszinierende Vorstellung, dass man mit einer kleinen HTML-Seite allen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen könnte?
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