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Die Entdeckung eines Bloggers aus Singapur, dass eine iPhone-Anwendung von Path auch das Adressbuch des Benutzers abfragt, ist erstaunlicherweise nicht gleich wieder in Vergessenheit geraten. Eine Woche nach der Entdeckung hat sich endlich auch Apple zu dem Vorgang geäußert. Gegenüber AllThingsDigital und "Minuten" nachdem die Vorsitzenden zweier Ausschüsse des US-Repräsentantenhaus dem Unternehmens-Chef Tim Cook ein Schreiben mit vielen offenen Fragen zukommen ließen.

Die Stellungnahme Apples, wie sie inzwischen auch von etlichen anderen US-Medien übernommen wurde, lautet verkürzt: "Apps, die Kontaktdaten des Anwenders sammeln oder übertragen, ohne zuvor die Erlaubnis der Anwender einzuholen, verletzen unsere Richtlinien".

Womit man sich erst einmal die eigene Unschuld attestiert. Es folgt die unvermeidliche Ankündigung, in Zukunft alles besser zu machen "(…) jede Anwendung, die Zugang zu den Kontaktdaten verlangt, wird in einer zukünftigen Software-Version die explizite Genehmigung des Benutzers einholen müssen".

Eine Stellungnahme, die noch keine Antwort auf die Frage nach der aktuellen Kontrolle der Einhaltung von Apples Richtlinien gibt, wie sie beispielsweise von den Kongress-Abgeordneten verlangt wird. Doch für die Medien und ihre Leser ist das erst einmal genug an Information.

Dennoch kann man jetzt schon davon ausgehen, dass Apples Software-Vertrieb sich in naher Zukunft noch ein Stück mehr an das von Android praktizierte Verfahren annähern wird. Auch dort stillen die Entwickler ihren (für die Funktionalität der Software oft unbegründeten) Datenhunger ungehemmt. Aber sie teilen es dem Anwender vorher wenigstens mit, welche Daten sie abrufen.

Auch das ist beileibe keine optimale Lösung, aber immer noch besser als eine Richtlinie, die mangels Kontrolle von jedermann verletzt werden kann und auch verletzt wird. Nach Path haben immerhin auch Twitter, Yelp und Foursquare ihr bisheriges Vorgehen "überarbeitet". Und bei der zuvor erwähnten Mini-Umfrage haben 13 von 15 iOS-Entwicklern angegeben, dass die Abfrage der Adressbücher eine gängige Praxis darstellt. Ob da in allen Fällen das Einverständnis eingeholt wird und ob Apple das auch kontrolliert?

Noch etwas scheint in diesem Zusammenhang der Erwähnung wert: Ein Posting im ZDNet-Blog eines IT-Journalisten, der sich über "Apples schmutziges PR-Geheimnis" auslässt.  Der Autor, Jason D. O'Grady, hat schon mehrfach über Apple berichtet. Mal positiv, mal negativ, wie er meint. Doch eine Antwort auf seine Fragen zu den aktuellen Ereignissen erhielt er nicht.

Weil er vermutet, aufgrund früherer negativer Berichte von Apple ignoriert zu werden, bat er Kollegen um Unterstützung, die häufiger Informationen von Apple erhalten. Doch keiner war bereit, zu diesem kritischen Thema Fragen an Apple zu richten. Nur das Wall Street Journal beziehungsweise das "Jugendmagazin" des Blatts, AllThingsDigital, kümmerte sich wie oben ausgeführt um die Fragen.

Denn Apple und das Finanzblatt sind sich zugetan, wie O'Grady spitz anmerkt. Apple füttert das Journal mit Insider-Informationen und das Journal bedankt sich mit einer wohlwollenden Berichterstattung. Wer sich aber nicht so gut verhält, muss damit rechnen, von Apple ignoriert zu werden.

Eine sicherlich rein subjektive Wahrnehmung des Journalisten, zugegeben. Richtig ist dennoch, dass solche Verhaltensweisen bei US-Unternehmen zu beobachten sind, und dass der aktuelle Bericht bei AllThingsDigital Apples Rolle und Verantwortung sicher kritischer in Frage stellen könnte.

Es ist zwar selten, dass US-Firmen einzelne Medien von Informationen ausdrücklich ausschließen – wie etwa Google, als CNet in ungebührlicher Weise die Suchmaschine benutzte, um Privates über die Firmenleitung in Erfahrung zu bringen und CNet dann ein Jahr lang keine Interviews erhielt.

Doch es ist auch jedem Schreiber klar, dass sich Journalisten "angemessen verhalten" müssen, wenn sie beispielsweise an Produktvorstellungen teilnehmen wollen. Von daher ist O'Gradys Zorn auf Apples PR-Strategie schon nachvollziehbar, denn er wird etwa die anstehende Veröffentlichung des iPad 3 (wieder) nur über das Liveblog verfolgen können. Die Kollegen von AllThingsdigital dagegen, die sich auch jetzt wieder sehr entgegenkommend verhalten haben, werden live bei der Vorstellung dabei sein. Wie jedesmal.



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