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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Während sich Google mit Apple in einem immer weiter um sich greifenden Stellvertreterkrieg zerfleischt, nutzt Microsoft geschickt die Verteidigungslücke und feuert auf Google Apps, also den Versuch der Suchmaschine auf dem Gebiet der Produktivitäts-Software Fuß zu fassen.

Ein Versuch, den Microsoft auf einer eigens eingerichteten Kampagnenseite WhyMicrosoftProductivity.com als eine Hobby-Projekt des Konkurrenten darstellt, bei dem einige nichtsahnende Firmen zu Versuchskarnickeln gemacht werden. Die Kampagne unterstreicht diese Botschaft mit einem Video, in dem Google Apps als schmieriger und geldgeiler Job-Aspirant in Zuhälterkluft dargestellt wird.

Seine Interview mit einer seriös auftretenden HR-Vertreterin scheitert blamabel, er wird als Hochstapler enttarnt. Der Spot ähnelt damit dem bereits bekannten Muster des neugierigen "GmailMan", der alle Mails der Anwender durchforstet und auf die Privatsphäre der Nutzer pfeift, solange er dadurch geeignete Werbeeinblendungen verkaufen kann. 

Ein Muster, das für Microsofts Angriffe auf die Gegenseite nicht unbedingt neu ist. Doch man staunt schon etwas über die Dreistigkeit, mit der die "alten Hasen" aus Redmond vorgehen und beispielsweise die Videos unter der Nase Googles auf YouTube veröffentlichen.

Wohlwissend, dass Google die Videos nicht sperren wird, ohne gegen die oft beschworene und verfassungsmäßig garantierte Informationsfreiheit des ersten Verfassungszusatzes ("Freedom of Speech") zu verstoßen.



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