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Während bei Twitter dem heutigen Geburtstag von Steve Jobs (geb. 24. Februar 1955) gedacht wird und die Massen dem verstorbenen Apple-Chef huldigen, lässt sich Ars technica gewissermaßen zusammenfassend zu der Frage aus, ob Google mit Android bei Apple gestohlen hat oder nicht. Die Antwort ist jedem bekannt, der sich auch nur ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hat: Ja, Google hat gestohlen. Doch Apple hat sich auch schon von den Ideen anderer "inspirieren" lassen. Wobei sogar der Abfluss geistigen Eigentums von Apple zu Android keine Einbahnstraße mehr ist. Und das ist im Grunde auch gut so.

Man möchte Ars technica für diesen Beitrag danken, denn der Streit der Fanboys beider Lager wird allmählich ebenso lästig, wie die juristische Auseinandersetzung beider Seiten um die angeblich verletzten Patente, oder besser gesagt um die angeblichen Patente.

Ars technica liefert dazu eine ganze Reihe von Beispielen für – juristisch ausgedrückt – "prior art", also die prioritätsfrühere Nutzung von Verfahren, die Apple heute für sich beansprucht. Dem "Multitouch" allgemein, oder dem "Pinch-to-Resize" im Speziellen gehen Laborentwicklungen voraus, die teilweise bis in die 80er Jahre zurückreichen. Steve Jobs hat die Zusammenführung dieser Techniken mit dem iPhone nicht erfunden, als er es 2007 auf den Markt brachte. Jeff Han hat das Publikum schon ein Jahr früher bei einer TED-Präsentation ins Staunen versetzt, als er mit seinen Fingern Bilder auf dem Bildschirm verschoben und nach Belieben gedreht und in der Größe verändert hat.

Schon im Jahr 1993 hat IBM mit dem Simon ein Telefon mit Touchscreen vorgestellt, auf dem die Tastatur über dieses User Interface bedient werden konnte. Telefonnummern in Mails (ein Client war integriert) konnten angeklickt werden, um ein Gespräch zu starten. Apple beansprucht heute Schutzrechte für dieses "Tapping Patent".

Das ist alles wie gesagt nicht neu. Weder die Techniken, noch die Argumente. Doch der Streit um die Frage "wer hat's erfunden" beschäftigt unbeirrbar die Gemüter. So sinnlos und unbefriedigend es auch sein mag: Der Besitz eines Telefons der einen oder .anderen Geschmacksrichtung wird zur moralischen Frage gemacht.

Einem richtigen Apple-Fan zu sagen, dass schon die Maus als Eingabegerät nicht auf Apples Mist gewachsen ist, kommt der Blasphemie gleich. So, wie man einem richtigen Android User nicht sagen darf, dass es schon einige auffällige Übereinstimmungen im Konzept beider Systeme gibt.

Doch diese Übernahme von Ideen ist nun einmal Teil der (menschlichen) Entwicklung. Und so, wie ein immer restriktiver werdendes Urheberrecht zu einer Industrialisierung und Kommerzialisierung der Kunst führt, so führt ein zu weit gefasstes Patentrecht zu einem Stocken der Weiterentwicklung und letztlich zu Nachteilen für alle.

Nur eine Gruppe profitiert von diesem Spiel, meint das Magazin zum Abschluss, die Riege der Patentanwälte. Und hier bei intern.de wird dieses Fazit eiskalt abgekupfert, denn es wird dadurch nicht falscher.



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