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Wikileaks veröffentlicht "mehr als fünf Millionen" von Mails, die Anonymous-Hacker im vergangenen Dezember bei einem Angriff auf Strategic Forecasting Inc (Stratfor) erbeutet haben. Interessanterweise stehen bei dieser Enthüllung aber weniger die "geheimen" beziehungsweise gestohlenen Dokumente als das Verhältnis zwischen Anonymous und Wikileaks im Vordergrund.

Das kann zumindest bislang noch gesagt werden. Denn obwohl in der Wikileaks zugeschriebenen Pressemitteilung die Vergangenheitsform ("...Wikileaks hat damit begonnen..." benutzt wird, sind unter wikileaks.ch zur Zeit keine neuen Dokumente zu finden. Dort wird immer noch der Publikations-Stopp verkündet, der mit Geldmangel begründet wird.

Doch vielleicht haben die mehr als 25 neuen Medienpartner die Mails bereits erhalten. Eine illustre Mischung übrigens, die in der Pressemitteilung hierzu angegeben wird. Sie umfasst das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen in Gestalt des NDR ebenso, wie beispielsweise die "Yes Men" (Wikipedia). Von den bisherigen Medienpartnern ist dagegen kein einziger auf der Liste zu finden. Was sich vielleicht dadurch erklärt, dass Wikileaks-Gründer Julian Assange inzwischen mit den meisten Journalisten und Medien gebrochen hat, deren Unterstützung er in der Vergangenheit suchte.

Überhaupt stellt sich die Situation von Wikileaks als angegriffen dar, sofern man die Organisation mit der Person Assanges gleichstellt. Dessen aussichtslos und vielleicht sogar fragwürdig scheinender Kampf gegen Ermittlungen der schwedischen Staatsanwaltschaft hat die Enthüllungsplattform entzaubert. Schon alleine deshalb, weil Wikileaks für die Aufdeckung aller Informationen allgemein und der Wahrheit im Speziellen steht, Assange aber zu den ihm vorgeworfenen Taten schweigt und die Konfrontation mit den beiden mutmaßlichen Opfern scheut. Von deutlichen Diskrepanzen zwischen seiner Realitätswahrnehmung und der anderer Personen einmal abgesehen.

Durch die Kooperation mit Anonymous – wer auch immer sich damit im konkreten Fall identifiziert – könnte Wikileaks in einzelnen Kreisen wieder Sympathien zurückgewinnen. Und von Anonymous-Mitgliedern will Wired sogar schon erfahren haben, dass diese Partnerschaft mit einer gewissen Regelmäßigkeit verbunden sein könnte. Etwa in der Form, dass künftig jeden Freitag neue Informationen von Wikileaks veröffentlicht werden, die Anonymous bei Angriffen erbeutet hat.

Doch es ist vielleicht übereilt, bezüglich dieser neuen Partnerschaft zu weit in die Zukunft zu planen. Bisher hat Assange jedenfalls unter Beweis gestellt, dass er einen hohen Kontrollanspruch hat, und dass er Kontrolle ungern mit anderen teilt. Anonymous wiederum stellt sich als informelle Gruppierung dar, deren verbindendes Element die Ablehnung von Kontrolle ist. Wie sich da wohl die Zusammenarbeit gestaltet?



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