Räucherstäbchen bei indilaya.de
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27. Februar 2012
Posted in Internet News
Das Wall Street Journal meldet (Google News) sich aus Barcelona und berichtet über einen neuen Plan von AT&T für die Mobilfunkkunden in den USA: Die Kooperation von AT&T mit App-Entwicklern und Content Providern soll es dort möglich machen, dem Kunden Vergünstigungen beim mobilen Internet-Zugang zu offerieren. Im Idealfall installiert der Kunde eine App und erhält im Gegenzug kostenlosen Zugang.
Sehr viel konkreter wird der kurze Beitrag des Finanzblatts zwar nicht. Doch es ist nachvollziehbar, wenn in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit hingewiesen wird, neue Einnahmemöglichkeiten zu erschließen und aufzuteilen. Etwa, in der Form, dass Kunden auch dann noch bereit sind, einen Kinofilm kostenpflichtig zu laden, wenn sie sich gegen Monatsende zu ihrem Daten-Limit nähern.
Soweit die wirklich schöne Theorie. In der Praxis können weder AT&T noch die Zeitung App-Entwickler oder Content Provider nennen, die heute zu solchen Angeboten bereit wären. Und vor allem weiß das Blatt nicht zu berichten, mit welchen Kosten der Kunde zusätzlich rechnen muss. Mit ein oder zwei zusätzlich geladenen Kinofilmchen werden die erwartbaren Kosten jedenfalls nicht zu stemmen sein. Erst recht nicht, wenn durch die schrankenlose Nutzung die mobile Infrastruktur noch mehr belastet.
Absehbar wird es zwar solche (Fast-) Kostenloszugänge geben, doch die Nutzer dieser Angebote werden bereit sein müssen, auf einen Teil ihrer Privatsphäre zu verzichten. Der Deal ist einfach: Der Sponsor des kostenlosen Zugangs spendiert die Traffic-Kosten, aber verfolgt den Benutzer nach Möglichkeit auf Schritt und Tritt.
Noch ist es zwar gar nicht richtig zum Thema in der Öffentlichkeit geworden, doch der Wildwuchs bei den Datenschutzübergriffen ist gerade bei den mobilen Anwendungen unübersehbar. Ohne zwischen den beiden derzeit führenden Betriebssystemen unterscheiden zu müssen, lässt sich von einem regelmäßig zu großzügigen Umgang mit den Daten der Nutzer sprechen.
Es ist auch schon erkennbar, dass diesem Schlaraffenland für Datenkraken Einschränkungen drohen. In den USA und in Europa wird der mobile Datenschutz erwartbar noch zum großen Thema für Politik und Wirtschaft. Sofern es dann nicht beim Getöse bleibt und es auch zu regulatorischen Maßnahmen kommt, wären solche Daten-Deals zwischen Content-Sponsor und Mobilfunkkunde sehr interessant.
Denn der vom Kunden ausdrücklich gestattete Zugriff auf die eigenen Daten kann vertraglich geregelt werden und verstößt gegen keine Gesetze. Man muss den kunden nur dazu bringen, in diesen Deal einzuwilligen – und zwar zu möglichst niedrigen Kosten.
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