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01. März 2012
Posted in Internet News
Wie eBay Deutschland in einer Pressemitteilung am Dienstag mitteilte, wird sich ab Sommer die Verkaufsabwicklung für alle eBay-Teilnehmer ändern. So, wie es jetzt schon bei 500.000 Testteilnehmern der Fall ist, wird der Käufer dann seine Zahlung zunächst an das Auktionshaus selbst leisten. Hat eBay das Geld per Paypal, Banküberweisung, Kreditkarte, Lastschriftzahlung oder via Skrill (Moneybookers) erhalten, wird der Verkäufer informiert und die Ware kann in den Versand. Erst danach wird das Geld "anhand bestimmter Auszahlungsfristen" an den Verkäufer transferiert.
Man muss kein großer Prophet sein, um zu der Einsicht zu kommen, dass dies von vielen Verkäufern als nachteilig empfunden wird. Das erst recht, nachdem es anscheinend schon bei den zwangsweise rekrutierten Erstteilnehmern zu Problemen bei der Auszahlung gekommen ist. Wer hat wohl als privater Kleinverkäufer ab Sommer noch ein Interesse daran, grob ein Zehntel der eingenommen Verkaufssumme an diesen Online-Flohmarkt in Gestalt von eBay- und Paypal-Gebühren zu zahlen, wenn dann auch noch die eigentliche Zahlung zeitverzögert erfolgt?
Doch man muss sich wohl vergegenwärtigen, dass eBay an dieser Klientel gar kein Interesse mehr hat. Wozu wohl wurde für diese Verkäufer der eBay-Kleinanzeigenmarkt geschaffen, der für das Auktionshaus kaum einen Kostenvorteil bringt? Durch diesen Kleinanzeigenmarkt werden Verkäufer angesprochen, die eBay sonst mehr Nachteile einbringen, als es die eingenommenen Gebühren wert sind.
Die großen Trends, denen eBays Strategie folgt, haben sich seit Jahren nicht geändert: Der erste Trend besteht darin, eher die professionellen Verkäufer zu bevorzugen, "ein bisschen wie Amazon" zu werden. Denn gerade die großen eBay-Verkäufer mit ihrem routinierten Handelsablauf bringen regelmäßige Einnahmen und bereiten keine Probleme. Der zweite Trend wurde von eBay selbst schon mehr als einmal angesprochen: Nicht in der Handelsplattform liegt die wirtschaftliche Zukunft, sondern im Zahlungssystem Paypal. Dort werden bald die größten Gewinne gemacht.
Wobei es für eBay unverzichtbar ist, dieses Zahlungssystem auch weiterhin im Verbund mit dem eBay-Verkauf zum Einsatz zu bringen. Nur eben nicht bei jenen Kleinhändlern, deren geschönt dargestellten Dachbodenfunde bei pingeligen Käufern mit Sparbrötchennatur nach dem Kauf zur Aktivierung des Käuferschutzes führt - und damit dem Unternehmen Aufwand bereiten. Wer kann schon ein Interesse daran haben, in solchen Kleinstkriegen den Mediator zu spielen?
Bei den wirklich großen eBay-Händlern dagegen möchte man fast wetten, dass beispielsweise die "bestimmten Auszahlungsfristen" sehr schnell zu einer Bevorteilung führen. Etwa in der Form, dass die Zeitspanne, die eBay bei diesen Händlern die Zahlungen zurückhält, besonders niedrig ausfällt. Denn diese Kundengruppe muss bei Laune gehalten werden. Sie ist für eBay auch weiterhin wichtig.
Der Wegfall der Klingelgeld-Kunden dagegen, der Flohmarkt-Tenöre, der Elektronikschrott-Vertickerer und der Kaputtes-Schönredner strafft die Geschäftsabläufe ungemein. Ohne sie ist der Handel für eBay und Paypal mit noch weniger Aufwand verbunden, und es wird leichter, die gewünschten Ziele zu erreichen.
Die großen Händler auf die sich eBay dann weiterhin verlassen kann, haben die Botschaft längst verstanden. Sie benutzen auch das Zahlungssystem Paypal ohne zu Murren, selbst wenn es einfach nur einer Zusatzgebühr auf den Verkauf entspricht. Und auch wenn es bei ihnen kaum wahrscheinlich ist, dass Paypals Käuferschutz jemals in Anspruch genommen wird.
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